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Pflanzenschutz Raps

Raps-Schädlinge: Resistenzbildung vermeiden

UFOP/Katharina Krenn/agrarheute
am
05.04.2016

Bei Rapsschädlingen wird eine zunehmende Resistenzentwicklung befürchtet. Daher ist es wichtig, dass die zugelassenen Pflanzenschutzmittel mit Bedacht eingesetzt werden.

Meldungen über eine zunehmende Resistenz bei Rapsschädlingen gegenüber Insektiziden aus der Wirkstoffgruppe der Pyrethroide prägen maßgeblich die Diskussion im deutschen Rapsanbau. Daher ist es wichtig, eine fortschreitende Resistenzbildung zu verhindern. Die Union zur Förderung von Ölpflanzen UFOP empfiehlt eine „unterschiedliche Nutzung der zur Verfügung stehenden Mittel je nach Zeitpunkt und Intensität des Auftretens der Rapsglanzkäfer bei Beachtung des Auftretens der übrigen Rapsschädlinge.“

Das gilt es zu beachten

Für die Rapsglanzkäferbekämpfung im Frühjahr 2016 stehen Insektizide aus unterschiedlichen Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Dabei muss vor allem folgendes beachtet werden:

  • sorgfältige Einhaltung der Bekämpfungsrichtwerte, um unnötige Einzelanwendungen oder Beimischungen zu vermeiden;
  • ausschließliche Nutzung adäquater Spritztechnologie und voller Aufwandmengen;
  • strikte Berücksichtigung des Bienenschutzes unter Beachtung der verbindlichen B-Auflagen;
  • bei Tankmischungen mit Additiven und/oder Fungiziden kurz vor oder während der Blüte nur solche Mischungen einsetzen, die im Hinblick auf den Bienenschutz sicher sind.


Neue Zulassungsbeschränkungen beachten

Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Wirkstoff Thiacloprid (Insektizid „Biscaya“) zur Rapsblüte 2016 nicht eingesetzt werden darf, da die Rückstandshöchstmenge für Honig mit Wirkung vom 12. Februar 2016 verschärft worden ist. Für die Anwendung gegen die Kohlschotenmücke im Raps ist der Wirkstoff insgesamt nicht mehr zulässig.

Insbesondere wenn die B1-Insektizide Avaunt oder Plenum WG gegen Rapsglanzkäfer zur Anwendung kommen sollen, ist das Anwendungsverbot ab Beginn der Blüte strengstens zu beachten. Ein Bestand gilt als „blühend“, wenn darin eine Pflanze – auch eine Unkrautpflanze – blüht! Bei der aktuellen Einschränkung der Anwendung von Biscaya nur noch „bis BBCH 59“ dürfen aber durchaus erste blühende Rapspflanzen im Bestand vorhanden sein, da die BBCH-Einstufung für den Bestand an repräsentativen Einzelpflanzen erfolgt.

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