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Ölsaaten

Raps und Soja: Preisliche Talfahrt hält an

© jean jannon/aboutpixel.de
von , am
27.07.2013

Die Rapspreise stürzen in der EU und Kanada regelrecht ab. Ein Grund ist die in beiden Regionen erwartete sehr gute Ernte. Hauptgrund für den Preisrutsch ist jedoch der massive Preisverfall bei Soja in den USA.

Der Raps hat seine Aufwärtstendenz an der Matif gestern fortgesetzt. © hapo/landpixel
Dort hatten deutliche bessere Wetteraussichten mit Regen und kühleren Temperaturen in den Hauptanbaugebieten am Anfang der Woche einen regelrechen Ausverkauf bei Soja ausgelöst, der zumindest zum Donnerstag anhält und auch die Rapspreise mit nach unten zieht.
 
Am Terminmarkt in den USA fielen die Sojapreise am Mittwoch um 4,8 Prozent (Limit Down) nachdem die Kurse bereits am Vortag knapp vier Prozent (%) verloren hatten. Auch am US-Kassamarkt brachen die Soja-Preise in nur zwei Tagen um mehr als 11 % auf umgerechnet 405 Euro/t ein. Im Mittelwesten wurde über einen regelrechten Ausverkauf der noch vorhandenen Lager-Bestände berichtet. Am Mittwoch notierte der Sojabohnen-Kontrakt der neuen Ernte ((November) am US-Terminmarkt bei umgerechnet 349 Euro/t und am Donnerstag erreichten die Terminmarktkurse mit umgerechnet 339 Euro/t ein neues 13-Monatstief.

Canolapreise fallen unter 500 CAN$

Autor: Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Dem Ausverkauf bei Soja konnte sich auch der Rapsmarkt nicht entziehen. Am Terminmarkt in Kanada fielen die Preise für den Novemberkontrakt bei Raps/Canola am Donnerstag unter die technisch und psychologisch wichtige Marke von 500 CAN$ (368 Euro) auf 497,60 CAN$ (365,80 Euro). Gleichzeitig gerieten in Kanada auch die Preise für die alte Ernte am Kassamarkt unter die Räder und brachen allein am Mittwoch um rund drei Prozent auf 548 CAN$ (403 Euro) ein.
 
Rapspreise in Europa brechen ein
 
Am europäischen Terminmarkt in Paris hatten die sehr guten Ernteprognosen die Rapspreise seit Juni um etwa 15 Proeznt bzw. 70 Euro nach unten gedrückt. Nun kam von den internationalen Märkten weiterer heftiger Preisdruck. Am Donnerstag notierte der Rapskontrakt in Paris für die neue Ernte nur noch bei 360 Euro/t und damit nochmals fast zehn Euro niedriger als am Tag zuvor. Am deutschen Kassamarkt (Großhandel) lagen die Preisangebote für Raps der neuen Ernte (August) am Donnerstag zwischen 350 und 355 Euro/t und auch hier hielt der Preisdruck zunächst an.


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