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Ölsaaten

Raps: Tipps für die Aussaat 2018

Aussaat von Winterraps
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
07.08.2018

Der Raps ist gerade vom Feld, oft mit enttäuschenden Ergebnissen. Wichtig ist jetzt ein klarer Fokus auf die Aussaat. Neonicotinoide sind nicht mehr erhältlich.

Der Raps wurde in diesem Jahr auf eine harte Probe gestellt. Frost und eine Hitzewelle seit dem 19. April mit regionaler Trockenheit und Hitze ab Ende Juni führten zu Mindererträgen.

Je nach Standort, Bodengüte und Regen kam es neben Umbrüchen zu stark schwankenden Erträgen von 15 bis 50 dt/ha. Im Bundesschnitt erreicht die Rapsernte voraussichtlich nur 30 dt/ha. Auch beim amtlichen Leistungsvergleich zeigen sich die Spuren des Jahres: Von über 70 angelegten Standorten können nur rund 60 ausgewertet werden, heißt es aus der Züchtung.

Optimaler Stickstoffverwerter

Ernte und Aussaat liegen beim Raps nah beieinander. In diesem Jahr ist der Zeitpuffer oft etwas größer, weil die Bestände früh gedroschen wurden. Vorteil für die Düngeplanung: Bei hohen Stickstoffresten aus der Getreidevorfrucht kann Raps die Nährstoffe im Herbst und Frühjahr optimal verwerten.

Saatzeit, Saatstärke und Sortenwahl müssen aufeinander abgestimmt werden, rät das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westerwald-Osteifel. Grundsätzlich wird bei einer frühen Saat dünner gesät, weil die Pflanzen sonst eher Stängel bilden und leichter auswintern. Der Vegetationspunkt sollte unten bleiben.

Aussaat bis Ende August

Die Neigung zu „Stängeln“ ist bei den einzelnen Sorten unterschiedlich. Im DLR-Beratungsgebiet sollte die Saat ab etwa 20. August beginnen und auch im August abgeschlossen sein. „In klimatisch günstigen Regionen können auch noch die ersten Septembertage genutzt werden“, so die Berater aus dem Westerwald.

Pflugsaaten entwickeln sich schneller als Mulchsaaten und sind bei sehr späten Terminen zu bevorzugen. Für eine späte Saat sind einige Hybridsorten von Vorteil: Sie entwickeln sich in ihrer Jugend schneller und auch bei Aussaat Anfang September noch ausreichend.

Keine Neonicotinoide, aber Lumiposa

Der Raps sollte vor dem Winter 8 bis 10 Blätter ausbilden. Frühsaaten sind stärker durch Rapserdfloh und Kohlfliege gefährdet. Neonicotinoide Beizen gegen die Kleine Kohlfliege stehen nicht mehr zur Verfügung.

In ausgewählten Sorten bieten mehrere Züchter mit Lumiposa gebeiztes Saatgut an, das gegen die Kleine Kohlfliege geschützt ist. Rapool etwa stattet auf Wunsch die Sorten Hattrick, Bender und Crome zur aktuellen Aussaat mit der insektiziden Beize und den Basisfungiziden TMTD und DMM aus.

Saatmengen nach Region und Saatzeit

Saatzeit Liniensorten Hybridsorten
  mittlere bis höhere Lagen bis 450 m ü.NN günstige Lagen bis 250 m ü.NN mittlere bis höhere Lagen bis 450 m ü.NN günstige Lagen bis 250 m ü.NN
  Saatmenge (Kö./m2) Saatmenge (Kö./m2)
August 50 45 bis max. 50 45 40
1.-5. (8.) September 55 (60) 45-55 (60) 50 (55) 45 bis max. 50 (55)

 

Mit Material von DLR Westerwald-Osteifel, Rapool

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