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Monitoring

Raps: Wasserrübenvergilbungsvirus TuYV jetzt überall in Deutschland

Symptome des Wasserrübenvergilbungsvirus im Raps
Hermann Krauß, agrarheute
am
09.08.2017

Ein breit angelegtes Virusmonitoring im Raps hat nun gezeigt, dass das Wasserrübenvergilbungsvirus TuYV mittlerweile flächendeckend in Deutschland auftritt.

Im Rahmen eines breit angelegten Virustests im Raps durch die Firma Limagrain (LG) wurde ein sehr hoher Befall des Wasserrübenvergilbungsvirus TuYV in Deutschland festgestellt. Im Frühjahr 2017 wurden auf mehr als 600 Betrieben über ganz Deutschland Blattproben gesammelt und durch das Julius Kühn-Institut in Quedlinburg analysiert, wie Limagrain schreibt. Die Ergebnisse bestätigen die Vermutung, dass der Virusbefall nahezu flächendeckend anzutreffen ist.

"In vielen Regionen sind 100 Prozent der untersuchten Pflanzen mit der Krankheit infiziert", resümiert Frau Dr. Habekuß vom Julius Kühn-Institut.

Virusmonitoring: Beprobte Standorte stark erweitert

Bereits im Vorjahr wurde durch LG ein erstes Virusmonitoring durchgeführt: "In 2016 haben wir bereits sehr hohen Virusbefall im Norden und im Osten Deutschlands festgestellt“, erklärt Klaus Ahrens, Marketingleiter bei LG. "Dieses Jahr haben wir die Zahl der Standorte stark ausgeweitet, um ein noch detaillierteres Bild zu bekommen. Zudem sehen wir in 2017 auch einen höheren Befall im Süden Deutschlands."

Das hohe Blattlausaufkommen im vergangenen Jahr sei bereits ein erstes Indiz für einen hohen Virusbefall gewesen. Das Virus kann vor allem bei früher Infektion Auswirkungen auf die Ertragsleistungen der Pflanze haben. "Das Wasserrübenvergilbungsvirus kann bis zu 15 Prozent Ertrag kosten. Wichtig ist es daher, auf Nummer sicher zu gehen und auch zwischen toleranten und resistenten Sorten zu differenzieren", sagt Ahrens. Die Sorten LG Architect und Asterion seien die ersten vermarktungsfähigen Sorten mit Resistenz in Deutschland.

TuY-Virus wird von Blattlaus übertragen

Das Virus wird durch die Grüne Pfirsichblattlaus Myzus persicae übertragen, die das Virus mit dem Pflanzensaft beim Saugen aufnimmt und es dauerhaft überträgt.

Diese Symptome deuten auf das TuY-Virus hin:

  • Rotfärbung an Blattspitzen und -rändern,
  • verkleinerte Blattfläche,
  • kurzer Wuchs, weniger Hauptzweige,
  • weniger Körner in der Schote,
  • verminderter Ölgehalt,
  • erhöhter Gehalt an Erucasäure und Glucosinolat im Samen, Ertragsverlust
Mit Material von Limagrain

Vom Feld: Live-Bilder aus der Saison 2017

MB Trac am Abend
Ballenfolie gegen Brustkrebs
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