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Ratgeber

Rapsanbau: In 5 Schritten den Durchwuchs bekämpfen

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Julia Eder, agrarheute
am
21.07.2016

Wer Altraps auf seinen Flächen hat, sollte schon vor der Aussaat agieren. Hier hilft die Scheinbestellung, die schon mit der Stoppelbearbeitung der Vorfrucht beginnt.

1. Stoppelbearbeitung in der Vorkultur

Die Scheinbestellung kann nur sinnvoll genutzt werden, wenn zwischen der Ernte der Vorkultur und der Rapsaussaat genügend Zeit zur Verfügung steht. Hier sollte auch die Zeit für eine flache Stoppelbearbeitung der Vorkultur mit eingerechnet werden. Das ist zum Beispiel bei Vorfrucht Gerste oder Getreide-GPS sehr gut, bei Vorfrucht Weizen allerdings kaum möglich.

2. Kombination aus tief und flach

Bei starker Belastung mit Altraps kann es sogar sinnvoll sein, eine frühe tiefe mit mehreren nachfolgenden flachen Bearbeitungen zu kombinieren. Daraus ergibt sich ein leicht späterer Saattermin.

3. Scheinbestellung

Bei der Scheinbestellung kommt es laut den Pflanzenzüchtern von Rapool darauf an, die kommende Rapsaussaatfläche mindestens zwei bis drei Wochen vor der Saat tief zu lockern und im gleichen Arbeitsgang für die Aussaat vorzubereiten. So werden die Altlasten früh nach oben geholt und zum Auflaufen angeregt.

4. Chemische Beseitigung

Besteht die Möglichkeit, den aufgelaufenen Altraps chemisch zu beseitigen, kann im Idealfall sogar ohne weitere Saatbettbearbeitung gesät werden. Denn je weniger Boden erneut bearbeitet werden muss, desto weniger Altraps wird aktiviert. Hier sind Systeme mit weiteren Reihenabständen gut geeignet. Aber auch wenn vor der Saat noch eine flache mechanische Bearbeitung zur Altrapsbeseitigung und Saatbettbereitung notwendig ist, liegt laut Rapool mit dem Verfahren Scheinbestellung der Durchwuchsanteil deutlich niedriger als bei tiefer Bearbeitung unmittelbar vor der Saat.

5. Dichtere Saat

Mit einer leicht erhöhter Saatstärke wird der konkurrenzschwächere Durchwuchsraps besser unterdrückt. Gleichzeitig sinkt mit steigender Saatstärke der relative Durchwuchsanteil; so kann die gesäte Sorte mit all ihren Eigenschaften den Bestand stärker dominieren. Die angebauten Sorten sollten nicht nur leistungsstark und robust sein, sondern zudem noch spätsaatgeeignet und konkurrenzstark.

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