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Baden-Württemberg

Rapsausaat: Unkräuter im Vorauflauf bekämpfen

Nahaufnahme Düsen von Pflanzenschutzspritze
© agrarfoto.com
von am
07.08.2017

Wichtige Unkrautarten werden im Winterraps am besten im Vorauflauf bekämpft. Welche Mittel eignen sich bei starker bzw. schwacher Verunkrautung?

Wichtige Unkrautarten wie Ehrenpreis, Hirtentäschel, Hellerkraut, Kamille, Klettenlabkraut, Stiefmütterchen, Storchschnabel und Vogelmiere werden im Winterraps am besten im Vorauflauf bekämpft. Wie das Regierungspräsidium Stuttgart informiert, ist für eine gute Wirkung der Mittel ein abgesetzter, feuchter Boden Voraussetzung.

Wie es in der Empfehlung auf isip weiter heißt, ist die Anwendung von clomazonehaltigen Mitteln auf vielen Flächen, vor allem in der Nähe von Wohngebieten, unmöglich. Gründe dafür liefern die Auflagen NT154 bzw. NT155. Darin wird bei der Anwendung ein Abstand zu Ortschaften, Haus- und Kleingärten, etc. von 50 Meter bei Kombimitteln bzw. 20 Meter, wenn das Solomittel nicht in Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Zusatzstoffen ausgebracht wird, vorgeschrieben.

Bei entsprechenden örtlichen Verhältnissen und wenn Tageshöchsttemperaturen von mehr als 25°C vorhergesagt sind (NT127), müssen clomazonefreie Herbizide zur Anwendung kommen. Das Regierungspräsidium Stuttgart empfiehlt in diesem Zusammenhang, die spezielle Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes abzurufen. Bei der Anwendung von Clomazone wird zudem empfohlen, einen Ausdruck der Vorhersage der Dokumentation beizulegen.

Behandlung bei schwacher Verunkrautung

Bei schwacher Mischverunkrautung reiche die Wirkung der Mittel Fuego oder Quantum laut Regierungspräsidium Stuttgart aus. Tritt zusätzlich Klettenlabkraut auf, ist Fuego Top das Mittel der Wahl. Kommen noch Storchschnabel-Arten hinzu, ist die Anwendung von Butisan Gold zu empfehlen. Es wird darauf hingewiesen, dass innerhalb von 3 Jahren die maximale Aufwandmenge von 1.000 g Metazachlor pro Hektar auf derselben Fläche - auch in Kombination mit anderen diesen Wirkstoff enthaltenden Pflanzenschutzmitteln - nicht überschritten werden darf.

Um eine Belastung des Grundwassers mit nicht relevanten Abbauprodukten zu vermeiden, werde eine maximale Aufwandmenge von 500 g Metazachlor pro Hektar innerhalb von 3 Jahren angestrebt. 

Beim Einsatz von Stomp Aqua sind zudem geltende Anwendungsbestimmungen zu beachten. Das Mittel ist mit einem Wasseraufwand von mindestens 300 Liter/ha mit einer Feldspritze und Düsentypen der Abdriftminderungsklasse 90% auszubringen (NT145). Man darf bei der Ausbringung nicht schneller als 7,5 km/h fahren (NT146) und die Windgeschwindigkeit darf 3 m/s nicht übersteigen (NT170).

Mit Material von Regierungspräsidium Stuttgart

Dünge- und Pflanzenschutztechnik auf den DLG-Feldtagen

Auf den DLG-Feldtagen in Haßfurt gab es auch wieder einiges an Landtechnik zu bestaunen. © Schmailzl/agrarheute
Die Vorführung "Sätechnik für Getreide" litt allerdings stark unter dem regenerischen Wetter. © Schmailzl/agrarheute
Anders im Pflanzenschutzparcours, wo die Sonnenfenster genutzt werden konnten. Im Geländeparcours stand unter anderem die Gestängestabilität auf dem Prüfstand. Im Bild: Dammann Profi Claas mit 12.000 l Tank (oben), Hardi Commander 5500 (unten). © Schmailzl/agrarheute
Bei der Passage waren die Spritzen mit 12 km/h unterwegs. Im Bild: John Deere R 952 i (oben), Horsch Leeb LT (unten) © Schmailzl/agrarheute
Die Anhängerspritze Vega von Lemken (oben) wird mit 3.000, 4.000 und 5.000 Liter Tankvolumen in Gestängebreiten von 15 bis 30 Meter angeboten. Die Kverneland Rau iXtrack C40 (unten) hat ein Tankvolumen von 4000 l. © Schmailzl/agrarheute
Das patentierte StabiloPlus-Fahrwerk des Agrifac Condor (oben) bildet die Basis für ein sehr ruhiges Fahrverhalten. Der Selbstfahrer Amazone Pantera 4502 (unten) bringt einen 218 PS Motor mit, der minimale Wendekreis liegt bei 4,50 m. © Schmailzl/agrarheute
Der Hydrotrac von Bräutigam (oben) ist als selbstfahrende Pflanzenschutzspritze mit Behältergrößen von 5.000 bis 10.000 Litern und Spritzgestängen bis 36 m Arbeitsbreite lieferbar. Den Raptor von Berthoud gibt es mit Gestängebreiten bis 44 m. © Schmailzl/agrarheute
© Schmailzl/agrarheute
Die Dammann DT2500H (oben) gibt es nun mit Behältergrößen von bis zu 7.000 l. Auch ein Challenger RoGator gab es zu sehen. © Schmailzl/agrarheute
Im Düngungsparcours ging es dann ums exakt streuen. © Schmailzl/agrarheute
Ein Bredal-Streuer war auch mit von der Partie. © Schmailzl/agrarheute
Ohne Sensortechnik läuft heut nichts mehr bei den Streuern. © Schmailzl/agrarheute
Auch die Vorstellung "Injektionstechnik für flüssige Wirtschaftsdünger" war im Regen etwas schwierig. © Schmailzl/agrarheute
In den Diskussionen konnten sich die Besucher aber dennoch ein umfassendes Bild verschaffen. © Schmailzl/agrarheute
Lenksysteme stellten die Hersteller auf speziellen Flächen auch vor. © Krauß/agrarheute
Doch auch wenn es das Wetter in diesem Jahr mit den DLG-Feltagen nicht so gut meinte,.. © Krauß/agrarheute
...war es die Reise nach Haßfurt sowohl fachlich als auch optisch erneut wert. © Krauß/agrarheute
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