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Ölsaaten

Rapsaussaat 2014 vorbereiten

von , am
01.08.2014

Die Flächen für die kommende Rapsaussaat werden vorbereitet. Auf was es dabei zu achten gilt, zeigt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in seinem Pflanzenbaurat.

© Mühlhausen/landpixel
Verbleibt das Getreidestroh auf dem Feld, dann ist beim Drusch der Getreidevorfrucht auf kurze Stoppeln, kurze Häcksellängen sowie auf eine gleichmäßige Spreu- und Strohverteilung zu achten. Zu prüfen ist der Hochschnitt bei Getreidevorfrucht mit anschließendem Mulchereinsatz, empfiehlt das LfULG Sachsen. Dies sorgt für eine gleichmäßige Strohverteilung und kurze Häcksellängen als Voraussetzung für eine störungsfreie Rapsaussaat mit und ohne vorhergehende Pflugfurche.
Die Zeit zwischen der Getreideernte und der Rapsbestellung muss zur wirksamen Bekämpfung von Ausfallsamen, Unkräutern und Ungräsern genutzt werden. Durch eine solide Rückverfestigung der Bodenoberfläche wird die Keimung von Ausfallsamen gefördert. Sie beseitigt laut LfULG gleichzeitig Hohlräume, die als Unterschlupf für Schnecken dienen. Aufgelaufenes Ausfallgetreide kann mechanisch durch einen flachen Grubberstrich oder chemisch vor der Rapsaussaat beseitigt werden. Ansonsten ist die Bekämpfung von Ausfallgetreide auch im aufwachsenden Raps möglich.
 
Kurz gehäckseltes Stroh ermöglicht zur Rapsmulchsaat eine flache Grundbodenbearbeitung. So lassen sich Wasser, Arbeitszeit, Energie und damit Kosten einsparen. Gleichzeitig wird ein Erd-Strohgemisch hergestellt, welches die Rapskeimung nicht hemmt. Auf derart vorbereiteten Mulchsaatflächen ist meist keine zusätzliche Saatbettbereitung erforderlich, denn Mulchsägeräte arbeiten auch bei gröberer Bodenstruktur störungsfrei. Zur Bekämpfung von Mäusen kann ein tieferer Grubberarbeitsgang (Arbeitstiefe 15 - 20 cm) erfolgen, durch den Mäusebaue zerstört werden. 

Bei tiefer Lockerung auf Rückverfestigung achten

Bei tieferer Lockerung ist auf eine entsprechende Rückverfestigung der Krume zu achten. Wird zu Raps gepflügt, sollte die Pflugfurche rechtzeitig vor der Rapsaussaat erfolgen, da Raps ein gut abgesetztes Saatbett verlangt. Gewissenhafte Stoppelbearbeitung vermeidet Strohmatten in der Pflugfurche. Ein zu feines Saatbett ist aufgrund der erhöhten Verschlämmungs- und Erosionsgefahr zu vermeiden. Unter trockenen Saatbettbedingungen verbessert ein Walzengang den Bodenschluss und damit den Feldaufgang bei Raps.
Auf erosionsgefährdeten Ackerflächen muss der Raps zur Vorsorge gegen Wassererosion in Mulchsaat bestellt werden. Durch den Einsatz von Streifenbearbeitungstechnik kann die Bodenlockerung zu Raps auf den Ackerbereich beschränkt werden, in den nachfolgend die Rapsmulchsaat mit Hilfe von RTK-Steuerung erfolgt. Die mit Streifenbearbeitung verbundene höhere Bedeckung der Ackeroberfläche mit Pflanzenresten bei einem gleichzeitig geringeren mechanischen Eingriff in den Boden vermindert zusätzlich sehr wirksam die Wassererosion auf Rapsflächen.
 
Häufige Ursache für ungleich auflaufende Rapsbestände ist laut LfULG Sachsen eine falsche Aussaattiefe. Entweder fehlt bei zu flacher Ablagetiefe oder bei Aussaat in einen zu lockeren Saathorizont der Wasseranschluss oder der Raps wird zu tief gesät. Je nach den vorherrschenden Umwelt- und Standortbedingungen ist eine Saatgutablagetiefe von 1 bis 3 cm anzustreben.  

Vegetationsreport: Jetzt Rapsbestände checken (23. Juli)

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