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Aussaat

Rapsaussaat: Optimaler Zeitpunkt verschiebt sich nach hinten

Dr. Ulrich Lehrke/ LWK Niedersachsen/Anke Fritz/agrarheute
am
18.08.2016

Raps bleibt wegen seiner wirtschaftlichen Vorteile zur nächsten Aussaat eine hoch interessante Frucht. Voraussetzung dafür sind stabil hohe Erträge. Der Grundstein für den Erfolg muss bereits bei der Aussaat gelegt werden.

Eine gute Herbstentwicklung ist Voraussetzung für hohe Erträge. Raps sollte im Herbst etwa acht bis zehn Blätter bilden. Dieses Ziel wird oft erreicht, wenn die Aussaat zwischen dem 20. bis 31. August erfolgt. Auf kalten und trägen Tonböden sowie in Höhenlagen kann die Aussaat bereits ab 15. August sinnvoll sein. In Folge der Klimaveränderung hat sich jedoch der optimale Saatzeitpunkt tendenziell nach hinten verschoben.

Rapsaussaat: Bodenzustand entscheidet

Raps reagiert auf den Saatzeitpunkt sehr flexibel, sodass bei der Bestimmung des Saattermins immer auch der Bodenzustand im Vordergrund stehen sollte. Die Rapsaussaat sollte auf warmen Böden um den 5. bis 10. September zum Abschluss kommen. Bei Spätsaaten sollte besser gepflügt und Hybridsaatgut gesät werden. Bei frühen Saaten ist es wichtig, die Saatmenge zu reduzieren, um das Hochtreiben der Bestände zu vermeiden.

 

Stickstoffdüngung bei später Aussaat

Bei später Aussaat sowie bei Mulchsaat muss in jedem Fall eine Stickstoffdüngung im Herbst erfolgen, die bei früher Saat teilweise unterbleiben kann.

Die anzustrebende Saatmenge bei Raps beträgt im Mittel etwa 40 Körner/m2. Bei sehr günstigen Bedingungen können auch 10 % weniger Körner gesät werden. Bei sehr ungünstigen Feldaufgangsbedingungen sowie bei der Saat von Liniensorten kann die Saatmenge auf bis zu 60 Körner/ m2 gesteigert werden. Dünnere Bestände sind in der Regel standfester und auch toleranter beim Auftreten von Krankheiten.

Rapsernte 2016: Live vom Feld

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