Login
Bestandeskontrolle

Rapsbestände mit Augenmaß andüngen

Rapsbestand im Frühjahr
Thumbnail
Redaktion agrarheute, agrarheute
am
28.02.2017

Im Norden und Nordwesten ist der Raps oftmals bereits einmal mit Stickstoff versorgt worden. Bei der Andüngung sollte auf den aktuellen Bestand eingegangen werden.

Nach Angaben der Rapool-Ring GmbH kann man nach dem bisherigen Verlauf insbesondere für Süd- und Ostdeutschland in den letzten Monaten von einem "normalen" Winter mit Schnee, Frost und Winterruhe reden. Gute Rapsbestände hätten keine Probleme gehabt, auch wenn nun seit Mitte Februar teils stärkere Blattverluste zu beobachten seien. Doch so lange Wurzel und Vegetationskegel intakt sind, sei dies laut Rapool kein Problem.

Sorgenkind seien die vielen kleinen und schwachen Rapspflanzen und die dünnen Bestände. Hier ist laut Rapool durch die Wechselfröste oft bereits ein Hochfrieren der kleinen Pflanzen zu beobachten, sodass schwache Bestände jetzt wegklappen. Es werden daher nach Einschätzung der Rapool-Experten noch "etliche Umbrüche erforderlich werden". Insbesondere wenn zusätzlich noch Verunkrautungen z. B. mit Klette oder Kamille vorhanden sind.

Raps, der auf der Kippe steht, sollte daher - falls überhaupt - in der N-Menge vorsichtig angedüngt werden. Zumal bei erfolgter N-Düngung im Herbst noch genügend N im Boden vorrätig sein sollte. "Bedenken Sie vorausschauend daher bereits den N-Bedarf der Umbruch-Ersatzkultur" heißt es in der Rapool-Empfehlung weiter.

Normaler Raps kommt gut mit langsam wirkenden N-Formen klar

Normale und kräftige Rapse können laut Rapool bei früher Andüngung sehr gut mit langsam wirkenden N-Formen und stabilisierten N-Düngern versorgt werden. Wo im Vorjahr die Erträge unter den Erwartungen lagen, seien deutlich höhere Nmin-Werte zu beobachten. Aufgrund des eher trockenen Winterverlaufs habe es keine Nährstoffverlagerungen gegeben.

Die erste Gabe sollte früh und betont erfolgen, wenn

  • die Bodenfeuchte bereits jetzt relativ gering ist.
  • der Bestand bereits im Herbst gehungert hat.
  • die Blattmasse deutlich zurückgefroren ist.

Die Frühjahrsdüngung beim Raps sollte nach Nmin, Herbstfrischmasse, realistischer Ertragserwartung und mit den Limitierungen der Düngeverordnung im Hinterkopf, kalkuliert werden.

Rapsbestände vor erster N-Gabe checken

Auch die Experten bei effizientdüngen, ein Service der Yara GmbH, raten, die Rapsbestände vor der ersten Stickstoff-Gabe genau unter die Lupe zu nehmen. Auf eine einmalige Düngung im Raps in diesem Jahr sollte verzichtet werden, wenn zum Termin der Stickstoffgabe die Frostschäden in den Beständen noch nicht absehbar sind. "Sie laufen sonst Gefahr, den Ertrag zu überschätzen und zu viel Stickstoff zu düngen." Am besten sollte in einer solchen Situation mit einer Teilgabe begonnen werden.

Kritische Schläge sollten zunächst mit kleinen Stickstoff-Mengen in Form eines schnell wirksamen Nitratdüngers versorgt werden. Sei die Regeneration der Bestände absehbar, sollten der zeitliche Abstand zwischen den Dünger-Gaben möglichst gering gehalten werden. Im Raps könne bei zehn gleichmäßig auf den Quadratmeter verteilten Pflanzen noch mit 80 Prozent des Ertrages gerechnet werden. Eine teilflächenspezifische Düngung könne zusätzlich dazu beitragen, die Stickstoff-Salden zu verringern.

Mit Material von Rapool GmbH, effizientdüngen

Landwirt Bützler: Gülle fahren, Schwefel düngen und Karneval

Deutz mit Kotte Güllefass
Deutz-Traktor waschen
Schäffer Radlader
Kuh vor Milchviehstall
Deutz Traktor mit Ballenanhänger
Dünger streuen
Sebastian Bützler beim Karneval
Deutz mit Beleuchtung
Verschneiter Milchviehstall
Landwirt Bützler und Sohn
Auch interessant