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Düngung

Rapsdüngung: 90 Prozent bis Schossbeginn

Düngerstreuer im Einsatz
am Freitag, 22.03.2019 - 08:21

Wenn der Raps in die Länge geht, muss der Stickstoff aufgenommen sein. Jetzt kommt es weniger auf die Nährstoffform an. Der Dünger muss schnell bis an die Wurzel gelangen.

Der Februar war überdurchschnittlich warm und ließ Winterraps und Getreide mit dem Wachstum beginnen. Damit stieg der Nährstoffbedarf schnell. Doch die vergangenen Wochen mit teils erheblichen Regenmengen ließen ein Befahren der Flächen nicht zu.

Der Raps beginnt sich zu strecken und benötigt rasch Stickstoff und Schwefel. „Bestände, die erst einen Teil der Düngermenge erhalten haben, sollten nun auch in den Höhenlagen die restliche Menge erhalten“, empfehlen die Berater des Dienstleistungszentrums ländlicher Raum (DLR) in der Eifel.

Dünger muss an die Wurzeln kommen

Oberflächlich lösen sich die Düngerkörner jetzt zwar auf, für die Wurzeln sind die Nährstoffe aber erst nach 15 bis 20 mm Regen verfügbar.

Wer die erste und zweite Stickstoffgabe gemeinsam in stabilisierter N-Form ausgebracht hat, war gut beraten; in dem Fall ist der Stickstoffdünger jetzt dort, wo er sein sollte – nahe der Wurzeln.

Die wenigen Bestände, die bislang noch gar keine Stickstoff- bzw. Schwefeldünger erhielten, müssen die gesamte Menge jetzt innerhalb kurzer Zeit erhalten.

Regel: Bis Schossbeginn 90 Prozent des Stickstoffs aufnehmen

Vom DLR Eifel heißt es: „Bis zum 1. April muss die Rapsdüngung in unserem Beratungsgebiet abgeschlossen sein, weil er Anfang April sehr schnell schosst und bis zur Blüte etwa 90 Prozent der gesamten Stickstoffmenge aufgenommen haben soll.“ Das bedeutet, dass die Nährstoffe bis zum 1. April zur Aufnahme an der Rapswurzel liegen müssen.

In welcher Form die Düngung jetzt geschieht, ist weniger entscheidend. Lediglich Harnstoff eignet sich zu Beginn einer Trockenphase nicht, darauf weisen die Berater hin. „Soll Harnstoff jetzt noch zu Raps gegeben werden, muss das auf noch nassen Boden geschehen. Da der Raps sich bereits streckt, werden die gasförmigen Verluste unter dem Blätterdach des Rapses wahrscheinlich nicht so hoch wie im Getreide zum jetzigen Zeitpunkt sein.“

Vorsicht vor Verätzungen

Beim Einsatz von Flüssigdüngern wie AHL oder ASL ist es nicht entscheidend, ob sie mit Schleppschläuchen oder Flüssigdüngerdüsen im Raps ausgebracht werden. Aber die Verträglichkeit von ASL ist zu beachten: Beim Ausbringen mit Flachstrahldüsen oder Flüssigdüngerdüsen kann es zu Blattverätzungen kommen.

Mit Material von DLR Eifel, DLR Neustadt

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