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Rapsschädlinge

Rapserdfloh: Ab jetzt auf die Blattstiele schauen

Larve des Rapserdflohs
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
19.10.2018

Die Larven vom Erdfloh werden jetzt aktiv. Achten Sie vor dem Spritzen aber auf die Befallsstärke und den Allgemeinzustand der trockenheitsgeplagten Pflanzen.

Die Einwanderung der Larven vom Rapserdfloh in die Blattstiele des Rapses hat begonnen. Wo der Raps früh gesät wurde beziehungsweise zeitig auflief, sind die typischen pustelartigen Fraßspuren der Larven auf den Blattstielen zu erkennen.

„Gegen die Larven kann man noch sehr gut vorgehen und damit ein Einwandern in den Vegetationskegel verhindern“, heißt es dazu aus der Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen.

Nach Schadschwellen behandeln

Denken Sie bei der Behandlungsentscheidung aber auch an die Wüchsigkeit des Rapses: Starker Raps kann bis zu 5 Larven/Pflanze kompensieren, während für einen schwach entwickelten Raps 3 Larven/Pflanze als Bekämpfungsschwelle angenommen werden.

Ein Insektizideinsatz ist zudem dann sinnvoll, wenn deutlicher Zuflug mit dem Schwarzem Kohltriebrüssler stattgefunden hat.

Nicht bei zu warmen Temperaturen spritzen

Bei Temperaturen jenseits der 22 °C und Sonne sollten Behandlungen aber unterbleiben. Die Wirkungsdauer der Insektizide ist dann nur sehr kurz – wenige Tage. Die Larven schlüpfen aber anhaltend über einen längeren Zeitraum und werden nicht erfasst.

„Pyrethoide wie etwa 75 ml/ha Karate Zeon gegen die Erdfloh- und Kohltriebrüsslerlarven empfehlen sich daher frühestens, wenn die Temperaturen aktuell wieder abnehmen“, rät die LWK.

Bei Spätsaat noch warten

In späteren Saaten empfehlen die Berater noch zu warten: „Dort sind die Erdflöhe später zugeflogen und Behandlungen erst gegen Ende Oktober nötig.“ Ähnlich kann in Höhenlagen vorgegangen werden.

Auch wenn Sie bereits frühzeitig gegen den Blattfraß vom Erdfloh, der Rübsenblattwespe oder gegen Läuse behandelt haben, sollten Sie aufgrund oben genannter Bedingungen (lange Zuflug-/Eiablagephase, kurze Wirkungszeit) unbedingt auf Larvenbesatz kontrollieren.

Mit Wachstumsreglern nicht zusätzlich stressen

Sehr wüchsiger Raps sollte eingekürzt sein. Mit den ungewöhnlich hohen Temperaturen der letzten Wochen und zunehmend angespannter Wassersituation lässt der Raps auch auf den besseren Standorten in den frühen Nachmittagsstunden die Blätter hängen.

Aufgrund des Wasserstresses wird der Raps vielfach eher verhalten weiterwachsen. Wachstumsreglereinsätze unter diesen stressigen Bedingungen sollten momentan unterbleiben.

Mit Material von LWK NRW

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