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Ölsaaten

Rapserdfloh: Bestände auf Larven absuchen

von , am
08.10.2015

Bereits Ende Oktober können die Larven des Rapserdflohes voll entwickelt sein. Sie bohren sich in die Rapsstängel und können erheblichen Schaden hinterlassen. Hier gibt es die wichtigsten Fakten zum Schädling.



Der Rapserdfloh ist ein 3 bis 4,5 mm großer glänzender, blauschwarzer, länglich-ovaler Käfer, bei dem Individuen teilweise mit hellbraunen Flügeldecken auftreten können. Bei Beunruhigung springt der Käfer weit fort. Wie auf der Internetseite der Deutschen Saatveredelung (DSV) weiter zu lesen ist, besitzt die bis zu 7 mm lange, schmutzig-weiße Larve einen dunkelbraunen Kopf und drei Beinpaare. Auf diese Larve sollten die Rapsbestände in der letzten Oktoberwoche abgesucht werden.

Käfer frisst rundliche Löcher in den Raps

Durch den Käfer werden in die Keimblätter und die ersten Laubblätter des Winterrapses typische, meist rundliche Löcher gefressen, bei denen die obere und untere Blatthaut erhalten bleibt (Fensterfraß). Bei sehr hoher Dichte können die Blätter siebartig durchlöchert sein.
 
Abgesehen vom Schadbild des Käfer entsteht der Hauptschaden durch den Bohr- bzw. Minenfraß der Larven. Die Larven dringen in die Blattstiele der äußeren Rapsblätter ein und fressen zunächst in deren Inneren. Von dort aus wandern sie in die Pflanze ein, gelangen in den Stängel und fressen sich bis in den Vegetationskegel vor.

Im Herbst können die Larven voll entwickelt sein

Der Käfer erscheint von Ende Juni bis Juli in den reifenden Rapsfeldern und frisst an Schoten und Stängeln. Danach begibt er sich zur Sommerruhe an kühle, schattige und feuchte Plätze. Etwa Anfang September verlässt der Käfer das Sommerquartier und besiedelt die jungen Rapspflanzen. Etwa zehn bis 15 Tage später beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Diese erfolgt 1 bis 2 cm tief in den Boden in Pflanzennähe und dauert je nach Witterungsverlauf bis zum Frühjahr.
 
In günstigen Jahren ist ein Teil der Larven bereits im Herbst voll entwickelt. Diese begeben sich dann noch vor Winter, die anderen normalerweise im Mai/Juni, zur Verpuppung in den Boden.

Vor allem die Larven richten Schaden an

Der Käfer selbst verursacht Lochfraß an zarten Blättern. Schäden entstehen nur bei starkem Fraß in der Jugendphase. Etwas Lochfraß an größeren Pflanzen ist hingegen harmlos. Größer ist der Schaden druch Fraßtätigkeit der Larven in den Blattstielen, im Herzen und in den Stängeln der Jungpflanzen. Sie bildeten Eintrittspforten für Krankheiten und verringern die Winterhärte. Totalverluste sind möglich, aber bisher selten.
 
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