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Ölsaaten

Rapsernte 2014 birgt Überraschung

© landpixel
von , am
26.08.2014

Bonn - Anfangs sah es nicht danach aus, doch die Rapsernte 2014 war besser als erwartet. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft berichtet, dass fünf Prozent mehr als im Vorjahr eingefahren wurden.

Der Raps steht weider gut da. An der Matif gewannen alle Rapskontrakte hinzu. © Mühlhausen/landpixel
Die Rapsernte 2014 überraschte mit hohen Erträgen und guter Qualität. Zu dieser Einschätzung kommt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, AMI. Nach ersten Schätzungen sollen mehr als sechs Millionen Tonnen Winterraps eingebracht worden sein. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der durchschnittliche Ölgehalt liege höher als im Vorjahr.
 
Dabei habe es anfänglich nicht danach ausgesehen, dass es mehr Raps geben könnte als 2013. Immerhin war die Anbaufläche von Winterraps, der wichtigsten Ölsaat in Deutschland, gegenüber Vorjahr um fünf Prozent reduziert worden.

Anfangs sah es nach früher Ernte aus ...

Die Grafik zeigt die monatlichen Einkaufpreise (Juli bis Juni) für Inlandsraps vom Erzeuger frei Lager des Erfassers (in Euro je Tonne). Für Juni 2014 liegt der bei 344 Euro. Im April 2014 waren es noch 393 Euro. © Grafik: AMI
Wie die AMI erklärt,  hatte der Raps sehr gute Vegetationsbedingungen. Der milde Winter habe für einen schnellen Vegetationsstart 2014 gesorgt, sodass anfänglich sogar von einer frühzeitigeren Ernte die Rede war.
 
Das konnte in Nachhinein allerdings nicht erreicht werden. Denn der nasskalte Frühsommer sowie das wechselhafte Wetter im Juli und August haben dem frühen Erntebeginn und dem kontinuierlichen Ernteforschritt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einzige Ausnahme war das nördlichste Bundesland. Nur in Schleswig-Holstein erfolgte die Rapsernte 2014 ohne Unterbrechung. 

Raps liegt bei 295,27 Euro

Aber die Erzeuger haben nicht viel von ihrer umfangreichen Ernte, erklärt die AMI. Die Preise drücken die Stimmung. Wie die AMI berichtet, liegen sie momentan zweistellig unter dem Vorjahr - von zwölf Prozent weniger ist die Rede. Hinzukommt, dass das Tal noch nicht durchschritten ist. Die Preisschwäche sei noch nicht vorüber.
 
Seit Mitte April 2014 führte nach Berichten der AMI der Druck der international rückläufigen Ölsaatennotierungen zu sinkenden Rapspreisen am heimischen Markt. Nachdem sich abzeichne, dass es eine ertragreiche Ernte in Deutschland geben würde, sackte das Niveau erneut nach unten. Im Schnitt für das Bundesgebiet liegt der Erzeugerpreis für Raps bei 295,27 Euro je Tonne (gilt für die Woche bis 24. August).
Weitere Preise zum Rapsmarkt finden Sie unter marktkompass.com. Dort stehen Ihnen sowohl die Erzeugerpreise aus den Regionen als auch die Großhandelspreise der wichtigsten deutschen Großmärkte zur Verfügung.

Vegetationsreport: Rapsaussaat hat begonnen

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