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Ölsaaten

Rapsernte: Analysten rechnen mit Produktionsrekord

© agrar-press
von , am
05.08.2014

Gute Aussichten für die europäische Rapsernte: Alles deutet auf einen neuen Höchststand hin. Auch die deutsche Rapsernte soll groß ausfallen. Dem Trend folgt auch unsere neueste agrarheute.com-Umfrage.

Für Raps ging es an der Matif um 1,25 Euro aufwärts auf 368,75 Euro je Tonne. © Mühlhausen/landpixel
Immer deutlicher zeichnet sich bei der europäischen Rapsernte ein neuer Produktionsrekord ab. Mit allen Konsequenzen für die Marktversorgung und für die Preise. Zum Monatswechsel haben die Analysten des deutsch-amerikanischen Getreidehändlers ADM-Deutschland (Töpfer) die Produktionsprognose sogar über die Marke von 23 Millionen Tonnen (Mio. t) geschraubt.
 
Andere europäische Analystenhäuser, wie etwa Strategie Grains, liegen nach einer Aufwärtskorrektur von 0,4 Mio. t mit ihrer Ernte-Prognose bei 22,9 Mio. t und damit ebenfalls nur ganz knapp unter der Marke von 23 Mio. t. Und auch die eher vorsichtige Schätzung der EU-Kommission geht Ende Juli von einer Ernte von 22,2 Mio. t aus.
 
Grund für die jüngsten Aufwärtskorrekturen von ADM-Deutschland (Töpfer) sind die weiter nach oben gesetzten Ernteerwartungen für Deutschland und Frankreich sowie für die osteuropäischen EU-Länder Polen, Tschechien, Rumänien, Ungarn und Bulgarien.

Zweitgrößte deutsche Rapsernte überhaupt

Die Produktionsschätzung von ADM-Deutschland (Töpfer) für die neue deutsche Rapsernte 2014 lag Ende Juli bei 6,00 Mio. t und ist damit 0,28 Mio. t höher als bei der letzten Prognose. Das wäre nach dem Jahr 2009 die zweitgrößte deutsche Rapsernte überhaupt.
 
Der DRV war in seiner Ernte-Prognose für Deutschland bereits Anfang Juli von 5,97 Mio. t ausgegangen. Im Vergleich zur deutschen Rapsernte von 2013 wäre die jetzt für 2014 erwartete Erntemenge 0,23 Mio. t größer. Gleichzeitig bleibt Deutschland damit deutlich vor Frankreich sowie vor Polen und dem Vereinigten Königreich der größte Rapsproduzent der EU.

Rapspreise trotz Zwischenerholung auf Vierjahrestief

Die Rapspreise für die neue Ernte waren am europäischen Terminmarkt Mitte Juli zeitweise unter die Marke von 310 Euro je Tonne (Euro/t) gefallen. In der zweiten Monatshälfte haben sich die Kurse (mit den Sojapreisen) wieder auf knapp 330 Euro erholt. Im Vergleich zum Juni ist dies jedoch nochmals ein Abschlag von rund zwölf Euro je Tonne. So niedrig waren die Rapspreise (abgesehen von dem jüngsten Tiefstand Mitte Juli) zuletzt zur Ernte 2010, also vor vier vier Jahren.
 
Am europäischen Terminmarkt wurde der Novemberkontrakt am Montag mit knapp 328 Euro/t gehandelt. Im deutschen Großhandel lagen die aktuellen Preismeldungen (August) am Montag je nach Region zwischen 310 Euro und 320 Euro/t. Für die Lieferung im November wurden Anfang August zwischen 327 Euro und 337 Euro/t geboten.

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Umfrage: 30 Prozent ernten über 50 dt/ha

Eine Umfrage unter unseren agrarheute.com-Usern hat ergeben, dass knapp 30 Prozent mit einer Rapsernte von 50 dt/ha rechnen. Knapp dahinter rangiert die nächste Staffel von 45 dt/ha. Diese Ertragsmenge erwarten 28 Prozent der Umfrageteilnehmer.
 
Nur 22, beziehungsweise 20 Prozent rechnen mit schlechteren Erträgen in einer Größenordnung von 40, beziehungsweise 35 dt/ha. An der Umfrage teilgenommen ahben insgesamt 1.529 User.
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