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Raps

Rapsglanzkäfer-Bekämpfung: So vermeiden Sie Resistenzbildung

Spritzen gegen den Rapsglanzkäfer
am Mittwoch, 05.04.2017 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Rapsschädlinge wie der Rapsglanzkäfer werden zunehmend resistent gegen bestimmte Wirkstoffgruppen. Um dies zu vermeiden, sollten Rapsanbauer Folgendes beachten.

Die Diskussion im deutschen Rapsanbau wird maßgeblich geprägt von Meldungen über die Resistenzausweitung bei Rapsschädlingen gegenüber Insektiziden aus der Wirkstoffgruppe der Pyrethroide, berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP).

 

Rapsglanzkäferbekämpfung: Diese Punkte beachten

  • die unbedingte Einhaltung der Bekämpfungsrichtwerte als wichtigster Baustein einer Resistenzstrategie,
  • die ausschließliche Nutzung adäquater Spritztechnologie mit genügend Wasseraufwand und voller Aufwandmenge,
  • die strikte Berücksichtigung des Bienenschutzes unter Beachtung der verbindlichen B-Auflagen,
  • bei Tankmischungen mit Additiven und/oder Fungiziden kurz vor oder während der Blüte nur solche Mischungen einsetzen, die im Hinblick auf den Bienenschutz geprüft und sicher sind.

Knospenstadium und erste Blüten

Bei der Rapsglanzkäferbekämpfung sollten je nach Entwicklung des Bestandes sowie Zuflugtermin der Käfer im Knospenstadium die hoch wirksamen Insektizide Avaunt und Plenum eingesetzt werden. Durch die B1-Einstufung ist die Anwendung jedoch auf die Zeit vor Erscheinen der ersten Blüten begrenzt. Bei ersten Blüten sollten Biscaya und Mospilan gegenüber den Typ I Pyrethroiden bevorzugt werden.

B4-Neonikotinoide: Einsatz nur einmal pro Saison

B4-Neonikotinoide sollten gegen Rapsglanzkäfer nur einmal je Saison eingesetzt werden. Darüber hinaus ist ein Wirkstoffwechsel vorzusehen, falls Schotenschädlinge ebenfalls bekämpft werden müssen. Gegen Kohlschotenrüssler ist bevorzugt Biscaya einzusetzen, da auch bei diesem Schädling in weiten Teilen Deutschlands bereits eine Pyrethroidresistenz nachgewiesen wurde.

Anwendungsverbot ab Beginn der Blüte

Insbesondere wenn B1-Insektizide zur Anwendung kommen, ist das Anwendungsverbot ab Beginn der Blüte strengstens zu beachten. Ein Bestand gilt als „blühend“, wenn darin eine Pflanze – auch eine Unkrautpflanze – blüht. Die UFOP rät weiterhin dazu, auch die Ausbringung von nicht bienengefährlich eingestuften B4-Mitteln und allen Mischungen in die Abendstunden zu verlegen, wenn sich die Bienenflugaktivität verringert hat.

Mit Material von UFOP e. V.

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