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Rapsglanzkäfer: Jetzt die Gelbschalen kontrollieren

Rapsglanzkäfer
© agrarfoto
von am
17.04.2018

Durch das feuchte und warme Wetter kann man dem Raps derzeit beim Wachsen zusehen. Das freut auch den Rapsglanzkäfer. Kontrollieren Sie die Bestände regelmäßig.

Das sonnig warme Wetter fördert die Entwicklung der Rapspflanzen. Sie wachsen in die Länge und bilden Knospen aus. Bei den zurzeit herrschenden Temperaturen ist ein verstärkter Flug des Rapsglanzkäfers zu erwarten. Deshalb sollten die Bestände alle 2 Tage mittels Gelbschale kontrolliert werden, empfiehlt das Regierungspräsidium Stuttgart.

Nur bekämpfen, wenn die Schwelle überschritten ist

Bekämpfungsmaßnahmen sind nur durchzuführen, wenn der entsprechende Schwellenwert überschritten wird:

  • Mitte Knospenbildung: in schwachen Beständen 4 Käfer/Pflanze, in wüchsigen 8 Käfer/Pflanze.
  • Ende Knospenbildung: in schwachen Beständen 5 Käfer/Pflanze, in wüchsigen 10 Käfer/Pflanze.

Bienengefährlichkeit unbedingt beachten

Bei einem Starkbefall können gegen resistenten Rapsglanzkäfer vor der Blüte die Mittel Avaunt oder Plenum 50 WG eingesetzt werden. Diese Mittel sind bienengefährlich (B1).

Wenn sich blühende Unkräuter im Bestand befinden, oder sich schon die ersten Rapsblüten geöffnet haben, stehen nur noch die nicht bienengefährlichen B4-Mittel Biscaya und Mospilan SG bzw. Danjiri zur Verfügung.

Besonderes Augenmerk auf Mischungen

Achtung: Um ein Überschreiten des Rückstandshöchstgehalts von Acetamiprid in Honig zu verhindern, dürfen Mospilan SG bzw. Danjiri nicht in Kombination mit Netzmitteln angewendet werden.

Tankmischungen von Mospilan SG bzw. Danjiri mit Azolfungiziden sind bienengefährlich und dürfen in blühenden Beständen nicht ausgebracht werden!

Die Tankmischung Biscaya+Mirage 45EC ist auch als bienengefährlich einzustufen und sollte deshalb nicht in die Rapsblüte gespritzt werden.

Generell sollten die Anwendungen in blühenden Beständen abends nach dem täglichen Bienenflug erfolgen (Auflage NN410).

Mit Material von RP Stuttgart

Webcam Bernburg: Weizen-Junior-Cup

Weizen-Junior-Cup
Hat die Bestände des Anbauwettbewerbs von agrarheute, Claas und Syngenta genau im Blick: Die Webcam liefert Livebilder vom Acker. Pflanzenbauredakteur Klaus Strotmann hat vor Ort genauer hingeschaut. © Klaus Strotmann
Weizen-Junior-Cup
Kurz vor Ostern waren wir in Bernburg und haben die Parzellen der beiden Schulen aus Rotthalmünster (Bayern) und Hannover-Ahlem (Niedrsachsen) unter die Lupe genommen. Hier der Weizen des Teams aus Bayern. © Klaus Strotmann
Weizen-Junior-Cup
Die drei Sorten des Teams Hannover (v. li.): Findus, Euclide und Kashmir. Gedrillt wurde relativ spät, am 17. Oktober. © Klaus Strotmann
Weizen-Junior-Cup
Rotthalmünster hat die gleichen Sorten gewählt (v. li.): Kashmir, Euclide und Findus, bei allen Sorten jedoch 40 bis 40 Körner mehr pro Quadratmeter ausgesät. Der Unterschied ist sichtbar. © Klaus Strotmann
Weizen-Junior-Cup
Die Fieldeye-Webcam liefert täglich Livebilder und Wetterdaten vom Acker im Bernburg: http://dlg-feldtage.fieldeye.eu/?galleryview=1&camloc=802 © Klaus Strotmann
Weizen-Junior-Cup
Rotthalmünster: Im Vergleich der beiden A-Sorten Kashmir (links) und dem Kompensationstyp Findus (rechts) zeigt sich, dass Findus unter dem späten Saattermin gelitten hat. © Klaus Strotmann
Weizen-Junior-Cup
Hannover: Ebenfalls links Kashmir und rechts Findus. Ein ähnliches Bild, Findus ist in der Entwicklung zurück. Insgesamt stehen beide Sorten schwächer da, weil das Team mit 300 bzw. 310 Kö./qm ausgesät hat, Rotthalmünster mit 350. © Klaus Strotmann
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