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Analyse

Rapspreise auf 9-Monats-Tief

Taschenrechner symbolisch vor gelbem Raps
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
30.05.2017

Die Rapspreise für die neue Ernte sind in der letzten Maiwoche am europäischen Terminmarkt auf den niedrigsten Stand seit September 2016 gefallen. Das sind die Ursachen.

Ursache für den tiefen Fall der Rapspreise ist der Preisdruck bei Sojabohnen, wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager analysiert. Dort haben die Preise in der vorigen Woche sogar ein neues 13-Monats-Tief markiert und Analysten halten sowohl aus technischen als auch aus fundamentalen Gründen einen weiteren Preisrückgang durchaus für möglich.

Sollte sich diese Annahme bestätigen könnte dies auch die Rapspreise noch weiter nach unten drücken. Am deutschen Kassamarkt beträgt der Abstand zwischen alter und neuer Ernte weiterhin knapp 30 Euro. Allerdings haben sich die europäischen Produktionsaussichten für die neue Rapsernte witterungsbedingt weiter verschlechtert, was die Rapspreise zumindest mittelfristig stützt.

Die Crop-Monitoring-Agentur der Europäischen Kommission senkte jedenfalls ihre Ertragserwartung von zuvor 3,27 t/ha, auf nur noch 3,17 t/ha und damit auch unter den langjährigen Mittelwert von 3,25 t/ha.

Für Deutschland liegt die Ertragsschätzung bei 3,50 t/ha und damit ähnlich niedrig wie im vorigen Jahr mit 3,46 t/ha.

Rapspreise massiv unter Druck

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Die europäischen Rapspreise sind am vorigen Freitag weiter zurückgegangen.

  • Auch im Wochenvergleich haben die Rapspreise nachgegebenen und befinden sich für den vorderen Augusttermin auf dem niedrigsten Stand seit September 2016.  
  • Am europäischen Terminmarkt handelte man die neue Rapsernte 2017 (August) am vorigen Freitag nur noch mit 355,75 Euro und damit nochmals 1,50 Euro niedriger als einen Tag zuvor. Gleichzeitig wurde die neue Ernte 4,75 Euro niedriger notiert als eine Woche zuvor (360,50 Euro). Damit sind die Rapspreise außerdem 21 Euro niedriger als im vorigen Jahr zum gleichen Termin (377 Euro).
  • Der nachfolgende Novembertermin 2017 beendete den Handel am Freitag bei 360,0 Euro und damit ebenfalls 1,50 Euro niedriger wie am Vortag. Gleichzeitig waren die Rapspreise für den November 5,0 Euro niedriger wie eine Woche zuvor (365,0 Euro).
  • Der Märzkontrakt 2018 beendete den Handel am vorigen Freitag bei 363,50 Euro und damit ebenfalls 1,50 Euro niedriger als am Vortag.

Am heutigen Montag beginnen die Rapspreise den Handel etwas fester. Der vordere Augusttermin wird am Montag Nachmittgag mit 356,0 Euro gehandelt und damit 0,25 höher als am Vortag. Der Novemberkontrakt wird 0,50 Euro höher mit 361,0 Euro notiert.

Kassamarkt: Neue Ernte weiterhin 30 Euro billiger

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Am deutschen Kassamarkt sind die Rapspreise im Verlauf der vorigen Woche um rund 10 Euro gefallen und die Preisvorstellungen für die neue Ernte sind um etwa 5 Euro zurückgegangen.

  • Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen am Freitag (26.05) für die Anlieferung im Mai (alte Ernte) zwischen 379 Euro (Mittelandkanal), 381 Euro (Hamburg) sowie 385 Euro (Mannheim) und damit 11 Euro niedriger als vor einer Woche (19.05)  mit 390 bis 396 Euro.
  • Die Preisangebote für Raps der neuen Ernte (August), lagen am Freitag am Mittellandkanal bei 351 Euro, in Hamburg bei 353 Euro sowie in Mannheim bei 357 Euro. Damit waren die Preise für die neue Ernte an allen Handelsplätzen 5 Euro niedriger als vor einer Woche mit 356 bis 363 Euro.
  • Der Preisabstand zwischen alter und neuer Ernte beträgt am Kassamarkt damit 28 Euro.

Beim agrarmanager lesen Sie die ausführliche, detaillierte Analyse zu den Raps- und Sojapreisen.

Live vom Feld: So steht der Raps da

Rapsblüte auf Feld
Feldweg durch Agrarland
Rapsfeld auf dem Land
Blick auf Rapsfeld aus Maschine
Rapsfelder in der Ferne
Rapsfeld mit Windrädern
Rapsanbau Blüten
Rapsfelder unter blauem Himmel
Rapsblüte NRW
Rapsfeld mit Hügeln
Rapsfeld aus der Luft
Rapsfelder im Frühling
Rapsfelder unter Wolkenhimmel
Rapsfelder mit Wolkenhimmel
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