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Rapsmarkt

Rapsproduktion deckt globalen Bedarf nicht

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Katharina Krenn/agrarheute
am
15.06.2016

Die Versorgungsbilanz am internationalen Rapsmarkt sieht für 2016/2017 eng aus. Die Bestände schrumpfen auf einen Rekordtiefstand.

Die derzeit erwartete globale Rapsproduktion deckt das zweite Jahr in Folge nicht den Bedarf und die Bestände schrumpfen auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2003 - also seit 13 Jahren, berichtet dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke im agrarmanager. Auch die Rapsexporte fallen wohl deutlich unter das Niveau der letzten drei Jahre.

Gründe für Produktionsrückgang

Eine Ursache für den Produktionsrückgang beim Raps ist die deutlich kleiner erwartete Ernte in Kanada. Auch der drittgrößte Produzent und wichtigste Importeur China erntet 2016 deutlich weniger Raps als im vorigen Wirtschaftsjahr. Einen kräftigen Produktionsrückgang meldet man auch aus der Ukraine.

USDA-Prognose: Globale Rapsmenge

Die globale Produktionsmenge für das Wirtschaftsjahr 2016/17 veranschlagt das USDA im Juni auf 66,2 Mio. t und damit eben so groß wie vor vier Wochen (66,15). Im Vergleich zur bereits relativ schwachen Ernte aus dem vorigen Wirtschaftsjahr 2015/16 von 68,2 Mio. t, bedeutet die Juni-Schätzung des USDA einen Rückgang der globalen Raps-Erzeugung um 2,0 Mio. t bzw. 3,0 %.

Globaler Rapsverbrauch rückläufig

Den globalen Rapsverbrauch schätzt das USDA im neuen Wirtschaftsjahr 2016/17 ebenfalls rückläufig ein auf 67,5 Mio. t. Dennoch wäre die Verbrauchsmenge noch rund 1,3 Mio. t größer als die Produktion. Außerdem würde die Produktion den Verbrauch das zweite Jahr in Folge übersteigend und die Bestände würden sehr kräftig abgebaut.

Endbestände schrumpfen

Nach Einschätzung des USDA schrumpfen die globalen Endbestände von 5,1 Mio. t am Ende des aktuellen Wirtschaftsjahres auf nur noch  3,6 Mio. t im neuen Wirtschafjahr 2016/17. Noch niedriger waren die weltweiten Raps-Bestände zuletzt  im Wirtschaftsjahr 2003/04 (2,37) also vor dreizehn Jahren.

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