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Pflanzenschutz

Rapsschädlinge: Das sollten Sie jetzt tun

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
14.03.2016

Die Temperaturen steigen und damit fliegen die Rapsschädlinge in die Bestände - Zeit für eine Kontrolle der Gelbschalen. Welche Mittel eingesetzt werden können, lesen Sie hier.

Die ersten Gefleckten Kohltriebrüssler und Rapsstängelrüssler verlassen bei Lufttemperaturen um 11 bis 12°C ihre Winterquartiere, schreibt das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg. Sobald die Bodentemperaturen in 2 cm Bodentiefe im Feld 5 bis 7°C erreicht haben, ist mit dem ersten Einflug des Großen Rapsstängelrüsslers und des Gefleckten Kohltriebrüsslers zu rechnen. Spätestens dann sollten die Gelbschalen in den Beständen stehen. Nur dann können die relevanten Schadensschwellen ordnungsgemäß ermittelt werden.

Reifungsfraß für Bekämpfung abwarten

Für eine Bekämpfung sollte zunächst der Reifungsfraß der Schädlinge abgewartet werden. In Abhängigkeit zu Temperatur dauert dieser zirka fünf bis 14 Tage. Danach beginnen die Tiere damit, ihre Eier in die Stängel abzulegen. Der Beginn der Eiablage bzw. der Haupteiablagezeitpunkt ist der optimale Bekämpfungstermin.

Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist neben der Kenntnis des Eiablagetermins die Kenntnis der gültigen Schadensschwellen. In Baden-Württemberg gilt beispielsweise:

  • 30 Tiere pro Gelbschale innerhalb von drei Tagen beim Gefleckten Kohltriebrüssler
  • zehn Tiere pro Gelbschale innerhalb von drei Tagen beim Großen Rapsstängelrüssler

Diese Mittel sind erlaubt

Wie das LTZ Augustenberg weiter schreibt, ist bei alleinigem Auftreten von Stängelschädlingen der Einsatz von Pyrethroiden der Klasse 1 und 2 möglich. In dem Fall sollte auf den Einsatz anderer Wirkstoffgruppen zu diesem Zeitpunkt verzichtet werden. Sollten dagegen Stängelschädlinge und Rapsglanzkäfer gemeinsam auftreten, ist Trebon EC das Mittel der Wahl.

Das LTZ warnt davor, auf keinen Fall zu früh zu behandeln. Dies sei in der Vergangenheit neben der Wahl ungeeignetet Mittel der Hauptgrund für mangelhafte Bekämpfungserfolge gewesen. Mit der Behandlung sollte gewartet werden bis ein deutliches Überschreiten der Schadensschwellen feststellbar ist und die Eiablage beginnt (s.o.).

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