Login
Ölsaaten

Rapsumbruch in Deutschland größer als erwartet

© jean jannon/aboutpixel.de
von , am
06.07.2011

Lüdinghausen - Der Umbruch der Rapsflächen zur Ernte 2011 ist größer als erwartet: Insgesamt sieben Prozent der Flächen wurden in diesm Jahr umgebrochen und neu bestellt.

An der Matif legte der Raps 4,50 Euro auf 376,50 Euro je Tonne zu. © Michael Wendler/aboutpixel.de
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Kleffmann Group, Spezialist für Agrarmarktforschung im Bereich Pflanzenschutz, Saatgut und Landmaschinen. Befragt wurden 1.118 Landwirte aus ganz Deutschland im Zeitraum von Mai bis Juni. Von diesen gab insgesamt ein Drittel an, ihre Rapsflächen zur Ernte 2011 teilweise oder komplett umgebrochen zu haben. Insgesamt wurden deutschlandweit sieben Prozent der im Herbst 2010 ausgesäten Rapsfläche in diesem Frühjahr neu bestellt. Das bedeutet: von der 1,45 Millionen Hektar großen Gesamtanbaufläche wurde eine Fläche von 101.770 Hektar umgebrochen, so dass in diesem Sommer lediglich 1,35 Millionen Hektar Raps zur Ernte gelangen. Starke Fröste in den Monaten März und April führten bei den durch die ungünstigen Aussaatbedingungen in der Entwicklung verzögerten Rapsbeständen zu starken Auswinterungserscheinungen.
 
Größter Umbruch in Schleswig-Holstein
 
Regional zeigen sich starke Unterschiede. Die größten Umbruchflächen sind in den nördlichen Bundesländern zu finden. In Schleswig-Holstein wurde zur aktuellen Ernte die Rapsfläche insgesamt um 15 Prozent reduziert; in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern um jeweils 13 Prozent. Somit werden in Schleswig-Holstein nur noch auf 85.400 Hektar, in Brandenburg auf 116.100 und in Mecklenburg-Vorpommern auf 220.000 Hektar Raps angebaut. Trotz des starken Umbruchs stellt Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Anbaufläche jedoch immer noch den Spitzenreiter dar - gefolgt von den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Bayern, die auf 162.400 beziehungsweise 138.000 Hektar Raps kultivieren. In Hessen, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen und Bayern wandelten die Landwirte hingegen nur bis zu drei Prozent ihrer Rapsflächen um.
 
Special zur Ernte 2011Die diesjährige Anbausaison war von Anfang an schwierig: Bei der Aussaat war der Boden vielerorts zu nass, Spätfröste, Frühjahrstrockenheit ... Zwischenzeitlich fiel endlich Regen. Aber kam er noch rechtzeitig? Mit unserem Special zur Ernte 2011 bleiben Sie auf dem Laufenden. zum Special ...
Auch interessant