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Rapsschädling

Regional auf den schwarzen Kohltriebrüssler achten

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
02.11.2015

Die Schädlinge in den Gelbschalen im Raps sollten jetzt genau betrachtet werden. Gegenwärtig wurden im südlichen Rheinland Schwarze Kohltriebrüssler gefunden, die leicht zu verwechseln sind.

Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen meldet, wurden in den letzten Wochen in den Winterraps-Gelbschalen im südlichen Rheinland Kohltriebrüssler gefunden. Mit größter Wahrscheinlichkeit handele es sich um den Schwarzen Kohltriebrüssler. Er ist mit einfachen Mitteln visuell nicht vom Gefleckten Kohltriebrüssler zu unterscheiden, dieser befindet sich aber schon längst in der Winterruhe. Wenn es im Winter nicht zu kalt ist, ist der Schwarze Kohltriebrüssler als Kaltbrüter über die Wintermonate aktiv, wie es vor zwei Jahren der Fall war. Dann kann es auch zu ernsthaften Ertragsausfällen kommen. Der Käfer ist vor allem südlich des Mains bzw. in wärmeren Gefilden zu finden.

Lebenszyklus des Schwarzen Kohltriebrüsslers

Der Schwarze Kohltriebrüssler tritt in der Regel ab Mitte September auf. Ab Ende September/Anfang Oktober ist er in nennenswerter Anzahl in die Fallen gegangen, wie die LWK NRW weiter schreibt. Etwa vier Wochen später beginnt die Eiablage, die bei milden Temperaturen während des ganzen Winters bis Ende März erfolgen kann.

Die Larven bohren sich von dort zum Herz der Rapspflanze und fressen dort bis zum Frühjahr. Die Folge sind Zerstörung des Haupttriebes, Kümmerwuchs und Mehrtriebigkeit. Befallene Pflanzen sind stark auswinterungsgefährdet.

In dem bisherigen Befallsgebiet (Voreifel, Zülpicher Börde) oder auf anderen Gelbschalenstandorten, wo mehr als zehn Kohltriebrüssler in drei Tagen gefangen werden konnten, sollte jetzt eine Insektizidbehandlung durchgeführt werden, rät die Kammer.

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