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Ölsaaten

Rumänien unterzeichnet die Donau-Soja-Erklärung

von , am
11.02.2013

Bukarest - Mit Rumänien ist vergangene Woche der neunte EU-Staat der bayerisch-österreichischen Initiative Donau Soja beigetreten, die den Anbau von gentechnikfreiem Soja voranbringen soll.

© Mühlhausen/landpixel
Dieser Beitritt am 5. Februar 2013 bringt, laut Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja, weitere Schubkraft für das Projekt.
 
"Jetzt können wir zeigen, dass der gentechnikfreie Sojaanbau auch für die rumänischen Landwirte eine interessante Möglichkeit darstellt. Wir werden die kommende Anbausaison nutzen, um enge Beziehungen zu Bauern vor Ort aufzubauen und Best-Practice-Modelle und Schulungsprogramme zu entwickeln."
 
Auch Österreichs Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich sieht es als "großen politischen Erfolg für uns alle, dass Rumänien die Erklärung doch noch unterzeichnet hat - denn das Land verfügt über großes Potenzial für den Sojaanbau. Rumänien unterstützt damit den so wichtigen Weg für die Versorgung mit GVO-freiem, regionalem Soja; da es jetzt mit im Boot ist, wird die Importabhängigkeit Europas weiter verringert".
 
Rumänien hat das größte Potenzial für den Sojaanbau in den EU-27. Bereits vor seinem EU-Beitritt hatte das Land die Eiweißpflanze auf 170.000 Hektar kultiviert - dafür jedoch vielfach gentechnisch verändertes Saatgut verwendet, da keinerlei Information über die Nachfrage nach GVO-freien Sojabohnen und kein Marktzugang dazu bestand.

Aufbau neuer Lieferketten für nachhaltiges Soja

Das Interesse der Landwirte ist aber enorm, allerdings besteht erheblicher Schulungs- und Investitionsbedarf. "Rumänien kann von unserer Initiative sehr profitieren, weil sie eine direkte Verbindung der Nachfrager aus Biolandbau, Futter- und Lebensmittelhandel zu den Landwirten schafft. Der Aufbau neuer Lieferketten für nachhaltiges Soja ist eine große Herausforderung und wird viel Zeit und Energie erfordern, aber schon bald greifbare Resultate liefern", ist Krön überzeugt.
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