Login
Ölsaaten

Schnecken mit Erfolg zu Leibe rücken

von , am
08.08.2012

Eine Schnecke legt in ihrem Leben bis zu 500 Eier an geschützten Stellen des Oberbodens oder in Hohlräume. Mit ihrem großen Appetit können Sie im Raps bis zum Totalausfall führen.

Besonders feuchte und lockere Böden, die derzeit vielerorts vorzufinden sind, begünstigen die Eiproduktion der Schnecken. Die Schnecken schlüpfen nach zwei bis vier Wochen. Die Jungschnecken wandern im feuchten Boden an die Oberfläche.
 
In wenigen Tagen beginnt die Rapsaussaat. Im Raps finden die Schnecken günstige Bedingungen vor. Die Schnecken können ab dem Keimen bis zum 4-Blattstadium des Rapses einen großen Schaden anrichten. Sie fressen Blätter und Stengel - ein Totalausfall droht.

Ausfallraps bekämpfen

Aus diesem Grund ist derzeit die Kontrolle der Felder, Feldränder und Gräben notwendig. Das Zuwandern der Schnecken vom Feldrand oder aus Nachbarschlägen sollte unterbunden werden. Außerdem bieten Schläge mit Ausfallraps den Schnecken bereits jetzt eine gute Nahrungsgrundlage.
 
Eine Bekämpfung des Ausfallrapses kann den Schnecken die Nahrungsquelle entziehen, und bereits abgelegte Schneckeneier vertrocknen dadurch. Es reicht aus, nur die obersten drei bis vier Zentimeter des Bodens mit Feingrubber oder Egge oder anderen flach zu haltenden Geräten zu bearbeiten. Ein klutenfreies Saatbett ist Voraussetzung für eine sichere Bekämpfung. Nach der Aussaat können Hohlräume durch Walzen des Saatbettes beseitigt werden. Schnecken sind keine grabenden Tiere und somit ist deren Bewegung eingeschränkt.

Möglichkeiten zur Kontrolle der Schnecken

  • Die Kontrolle kann durch Auslegen von biergetränkten Säcken oder Ausbringen von Schneckenkorn unter den Säcken durchgeführt werden.
  • Außerdem bieten Gelbschalen eine Möglichkeit, den Besatz an Schnecken auf dem Schlag festzustellen. Die Gelbschalen mit ausgeschnittenem Boden in die Erde drücken. In den Gelbschalen Schneckenkörner verteilen und mit einem mit Bier getränkten Jutesack abdecken.
Die Bekämpfung von Schnecken ist unter anderem möglich mit
  • Metaldehyd - Schneckenkorn
  • Methiocarb - Schneckenkorn
  • Fe-III-Phosphat (Ferramol) (Auch im ökologischen Landbau zugelassen.)
Die Schneckenköder unterscheiden sich in der Zusammensetzung, Form, Regenstabilität und im Geschmack für die Schnecken. Die Lockwirkung erstreckt sich auf nur wenige Zentimeter, deshalb ist eine ausreichend hohe Köderdichte notwendig, damit die Schnecken die Köder auch annehmen. Die Köder müssen möglichst gleichmäßig verteilt sein, was mit gleichmäßig großen und geformten Pellets leichter ist.  
Auch interessant