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Pflanzenbau-Ratgeber

Sclerotinia: Rapsbestände auf Befallssysmptome checken

Apothecien vom rapskrebs
am Mittwoch, 10.05.2017 - 14:30 (Jetzt kommentieren)

Feuchtigkeit in den Rapsbeständen in Verbindung mit steigenden Temperaturen erhöht die Gefahr von Infektionen mit Sclerotinia.

Wie die Pflanzenbauexperten der LTZ Augustenberg schreiben, verändern sich mit den Niederschlägen vor allem in den höheren Lagen auch die Infektionsbedingungen mit Sclerotinia. Bis in die vergangene Woche hinein hätten die Prognosemodelle demnach in nur sehr geringem Umfang und meist standortspezifisch günstige Infektionsbedingungen für Sclerotinia vorhergesagt.

Aktuell gefährdet seien vor allem Flächen mit häufigem Rapsanbau und hoher Ertragserwartung. Die aktuelle Feuchtigkeit in den Beständen in Verbindung mit den vorhergesagten, steigenden Temperaturen biete nämlich hervorragende Infektionsbedingungen für Sclerotinia.

Nach den aktuellen Prognosen sind die Infektionswahrscheinlichkeiten in den höheren Lagen in BW momentan zwar noch als mehr oder weniger gering eingestuft. Die Prognose sollte aber in jedem Fall weiterhin im Auge behalten werden.

Sclerotinia: 'Individualprognose' für Behandlung

Gegebenenfalls könne für den eigenen Standort eine sogenannte "Individualprognose" die Behandlungsentscheidung absichern. Unabhängig davon könne laut LTZ Augustenberg jetzt auf Flächen doch noch eine Bekämpfung notwendig werden, wenn sog. "Apothecien" (becherförmige Fruchtkörper)  zu finden sind.

Sei dies der Fall, ist es unter Umständen ratsam sobald die Niederschläge nachlassen, die Befahrbarkeit der Schläge es zulassen und wenn die dortigen Rapsbestände in die Vollblüte übergehen eine Fungizidmaßnahme gegen Sclerotinia durchzuführen.

Laut LTZ Augustenberg macht bei dieser Maßnahme die Zugabe eines Insektizids keinen Sinn.

Mit Material von LTZ Augustenberg

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