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Ölsaaten

Sojaanbau: Startschuss für Demonstrationsnetzwerk

von , am
10.09.2013

Bonn - Der Anbau von Eiweißpflanzen soll hierzulande besser vorankommen. Helfen soll ein bundesweites Demonstrationsnetzwerk. Ziel ist es, die Sojafutter-Produktion zu stärken - ökologisch und konventionell.

Mit dem Verlust von 12 cts/bu und einem Settlement von 11,03 ¾ US$/bu testete die Bohne gestern die alten Tiefs, die man Ende Januar 2014 verzeichnete. © Mühlhausen/landpixel
Die Bundesregierung will den Anbau von Eiweißpflanzen in Deutschland unterstützen. Deswegen hat das Landwirtschaftsministerium eine Eiweißpflanzen­-Strategie entwickelt.
 
Mit dem Start eines bundesweiten Demonstrationsnetzwerks am gestrigen Montag wurde ein Element der Strategie umgesetzt. An dem Projekt beteiligen sich 117 ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe aus elf Bundesländern.

Leuchtturm- und Demonstrationsbetriebe testen und sammeln Daten

Auf sogenannten Leuchtturmbetrieben werden aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis umgesetzt und erprobt. Weitere Demonstrationsbetriebe sollen feldbezogene Daten zu Sojabohnen, Vergleichs- und Nachfrüchten liefern und somit Aufschluss geben über die Wirtschaftlichkeit, die Vorfruchtwirkung (die Auswirkung auf die nächste Kultur innerhalb der Fruchtfolge) und die Leistungen der Sojabohne für das Ökosystem.
 
Darüber hinaus werden drei modellhafte Wertschöpfungsketten für ökologisches und konventionelles Sojafutter sowie Lebensmittelsoja entwickelt.
 
Damit die Konzepte auch in anderen Regionen in der Praxis genutzt und weiterentwickelt werden können, sollen neben den Erfolgsfaktoren auch auftretende Probleme und Engpässe benannt werden.

Schwerpunkt Wissenstransfer

Schwerpunkt des Netzwerks ist der Wissenstransfer zwischen Forschung, Beratung und Praxis. Daher werden alle Projektpartner über die gesamte Projektlaufzeit Feldtage, Seminare oder Vortragsveranstaltungen zum Anbau und zur Verwertung von Soja durchführen. Die Veranstaltungen richten sich an Landwirte und Berater, aber auch an Unternehmen, die Soja verarbeiten und besonderes Interesse an Soja aus Deutschland haben.
 
Das Verbundvorhaben wird bis 2016 mit einem Volumen von rund 2,9 Millionen Euro im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) des BMELV gefördert.
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