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Ölsaaten

Sojabohnen leiden unter nasskalter Witterung

von , am
10.07.2013

Freising - Der bayerische Staatsminister Helmut Brunner hat sich in Grub ein Bild vom Entwicklungsstand der Sojabohnen gemacht. Die wärmeliebenden Pflanzen sind aufgrund der nasskalten Witterung der letzten Wochen in ihrer Entwicklung deutlich zurückgeblieben.

Staatsminister Helmut Brunner und Dr. Christoph Härle. © Abteilung Versuchsbetriebe, LfL
Die Versuchsstation der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) baut bereits im fünften Jahr in Folge Sojabohnen an. Auf 40 Hektar sammelt die LfL hier Erfahrungen beim heimischen Anbau dieser Eiweißpflanze.
 
Der Feldaufgang war zunächst optimal und der Bestand stellt sich sehr gleichmäßig dar. Jetzt warten die Experten, dass das wärmere Wetter die Entwicklung der Pflanzen wieder beschleunigt.

Gentechnikfreies Soja im Futtertrog

Die Hoffnungen auf eine gute Ernte bestehen noch, da heuer ein Großteil der Bohnen erstmalig im benachbarten Österreich zu Sojaextraktionsschrot verarbeitet werden. Dieser kann bei den Mastschweinen der Leistungsprüfungsanstalt zum Einsatz kommen. Bislang wurden die Bohnen entölt und der sog. Sojakuchen (Trester) an die Gruber Rinder verfüttert. Sojabohnen sind ein wichtiger Eiweißlieferant in der Tierernährung.

Grub setzt auf Anbau von Sojabohnen

Bereits vor fünf Jahren wurde in Grub mit dem Anbau von Sojabohnen begonnen. Ziel ist es, Erfahrungen im praktischen Anbau und in der Fütterung zu sammeln, um diese an Landwirte weitergeben zu können. Die Vorteile der Versorgung mit heimischen Eiweißfuttermitteln liegen auf der Hand: Es kann auf Importe und damit lange Transportwege verzichtet werden, die Wertschöpfung bleibt in der Region und es kommt kein gentechnisch verändertes Saatgut zum Einsatz.
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