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Ölsaaten

Sojaimporte: Rewe setzt auf heimisches Eiweiß

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von , am
04.02.2014

Köln - 6,8 Millionen Tonnen Soja importiert Deutschland pro Jahr - nicht zuletzt für die Nutztierfütterung. Die Kölner Rewe-Group setzt auf heimische Eiweißquellen.

Sojabohnen sind eines der wichtigsten Güter des brasilianischen Agrarexportes. © Mühlhausen/landpixel
Der Lebensmitteleinzelhandel, namentlich die Rewe Group, will - eigenen Angaben zufolge -die Umweltbelastungen aus der Sojaproduktion für Futtermittel senken.
 
Der Handels- und Touristikkonzern habe es sich zur Aufgabe gemacht, seine Lieferanten und Vorlieferanten für das Thema einer nachhaltigeren Eiweißfütterung von Nutztieren zu sensibilisieren. Dazu hat das Unternehmen die "Leitlinie für Soja als Futtermittel" verfasst. Langfristig will der Konzern Importsoja in der Nutztierfütterung für seine Eigenprodukte durch heimisches Eiweiß ersetzen. Bis dahin setzt man auf Soja, das nicht gentechnisch verändert ist.
 
Der Geltungsbereich der Leitlinie umfasst alle frischen Eigenmarkenprodukte tierischen Ursprungs im Vertriebsgebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Schrittweise Umstellung auf europäische Eiweißquellen

Die Sojaimporte sollen durch zwei Maßnahmen reduziert werden: Zum Einen will das Unternehmen für die Produktion seiner Eigenmarken aus Südamerika importierten Sojaschrot durch heimische und europäische Eiweißquellen ersetzen. Wie und wodurch genau der Ersatz erfolgen soll, hänge von der jeweiligen Tierart und deren Bedürfnissen ab. Als Beispiele führt das Unternehmen (das auch Gründungsmitglied des Vereins Donau Soja ist) Ackerbohnen, Futtererbsen, Lupinen und europäische Sojabohnen an.
Der Ersatz von Importsoja durch heimische Leguminosen bewirke zudem, dass Fruchtfolgen reichhaltiger und der Einsatz von N-Düngern durch die natürlich Stickstoffanreicherung im Boden reduziert werden könne.

Übergangsmaßnahme: Keine Verfütterung von gv-Soja

Nachdem der vollständige Ersatz des Importsojas nicht in absehbarer Zeit möglich ist, ergreift das Unternehmen eine weitere Maßnahme: Für die Fütterung eingesetztes Soja darf nicht von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Damit komme man auch den Anforderungen der Verbrauchern nach, die gentechnikfrei produzierte Lebensmittel konsumieren wollen.

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