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Ölsaaten

Sorgenkind Raps: Nach Rapserdfloh jetzt die Kohlfliege

© Krenn
von , am
04.05.2015

In vielen Regionen steht der Raps in der Blüte. Doch nicht alle Bestände stehen gut da. Nach dem Rapserdfloh, kommt jetzt die Kohlfliege zum Zug - insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern berichten Landwirte von Schäden.

Der Raps steht vielerorts wie hier im niederbayerischen Rottal in voller Blüte. © Krenn
Leuchtend gelbe Felder zieren derzeit die deutsche Landschaft. Doch was für den Spaziergänger schön anzuschauen ist, bereitet so manchem Landwirt Sorgen. Denn in den Rapsbeständen treibt die kleine Kohlfliege ihr Unwesen. In Mecklenburg-Vorpommern sind ein Drittel der Rapsfläche durch den Befall der Kohlfliegen-Larven betroffen. Die über den Winter gekommenen Pflanzen besitzen zu 13 Prozent keine Pfahlwurzel mehr und bei weiteren 17 Prozent ist diese stark beschädigt, berichtet das Landesministerium.
 
Die Gefahr, dass diese Pflanzen eine schlechte Wasserversorgung in der Wachstums- und Reifephase nicht kompensieren können, sei demnach groß.

Bei Vollblüte gegen Sclerotinia vorgehen

Mit der Blüte stehen nun auch Pflanzenschutzmaßnahmen an. Die Vollblüte ist der optimale Termin für die Behandlung gegen Sclerotinia. Der Zeitpunkt ist erreicht, wenn 50 % der Blüten am Hauptrieb geöffnet sind und erste Blütenblätter abfallen. Auch im Hinblick auf dem vorhergesagten Temperaturanstieg in dieser Woche steigt auch das Risiko der Infektion mit Sklerotina. Laut Landwirtschaftskammer NRW sind viele Produkte, wie 0,5 l/ha Cantus Gold, 1,0 l/ha Propulse, 1,0 l/ha Symetra, 1,0 l/ha Custodia oder 0,5 l/ha Acanto + 0,6 l/ha Prosaro geeignet. In den Regionen, wo in den Vorjahren häufiger Schäden durch die Kohlschotenmücke vorgekommen sind, rät die Kammer die Zumischung eines Insektizids wie Biscaya, Mavrik oder ein Pyrethroid der Klasse 2.

Pflanzenbau-Tipp: Blütenbehandlung im Raps

 
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