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Ölsaaten

Was tun, wenn der kleine Raps schwächelt?

von , am
26.09.2012

Die spät gesäten Rapsbestände sind häufig verzettelt aufgelaufen. Bis zum 4-Blattstadium ist der Raps empfindlich.

Daher sollte das Ausfallgetreide zügig beseitigt werden, um die Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe zu verhindern. In diesem Jahr wurden die Unkräuter durch die erste Maßnahme nicht immer erfasst. Es besteht die Möglichkeit, mit Effigo (Picloram+Clopyralid) oder Fox (Bifenox) eine Nachbehandlung durchzuführen.
 
Das Effigo hat eine gute Wirkung beispielsweise gegen Kamille, Kornblume, Klettenlabkraut und Disteln. Für die Bekämpfung von Hirtentäschel, Stiefmütterchen, (Rauke), Taubnessel eignet sich Fox.

Keinen Stickstoffmangel zulassen

Der schwache Raps darf nicht unter Stickstoffmangel leiden. Eine rechtzeitige Stickstoffgabe fördert das Rapswachstum und die Blattneubildung. Wenn der Raps vor Winter nicht das 8-Blattstadium erreicht, dann sollte der Stickstoff bereits vor oder kurz nach der Saat gestreut werden. Zur Saat spielt die Düngerform eine untergeordnete Rolle. Jedoch sollte im Spätherbst kein nitrathaltiger Stickstoffdünger eingesetzt werden, weil das Auswinterungsrisiko steigt.

Besonders bei anhaltender Trockenheit ist eine ausreichende und rechtzeitige Borversorgung wichtig.

Auf Rübenblattwespen und Kohlmotten achten

In einigen Regionen wurde die Flugaktivität von Rübenblattwespen und Kohlmotten festgestellt. Die hohen Temperaturen begünstigen die Aktivität. Bereits sechs bis zehn Tage nach der Eiablage schlüpfen die Raupen der Rübenblattwespe. Besonders in schwach entwickeltem Raps ist der Schaden durch die Frassschäden beider Schädlinge gravierend. Es kann zu Ertragseinbußen kommen. Für die Bekämpfung können alle zugelassenen Pyrethroide eingesetzt werden. 
 

Das steht jetzt im Raps an

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