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Ölsaaten

Turbulenter Rapsmarkt

© landpixel
von , am
23.07.2014

Anfang der Woche ist Raps an der Pariser Matif auf ein neues Vierjahrestief gefallen. Die Kassamarktpreise fallen bereits seit April. Grund sind die großen Erwartungen an die europäische Ernte.

Im aktuellen MARS-Bericht sind die Erträge für Raps und Sonnenblumen schwächer eingestuft. © Mühlhausen/landpixel
Seit Ende April geht es mit den Rapspreisen sowohl am Kassamarkt als auch an den Terminmärkten teils rapide bergab. Grund dafür ist die große europäische Ernte, die verschiedene Analysten übereinstimmend prognostiziert haben.

Beispielsweise hatte die EU-Kommission die Rapsernte Anfang Juli auf 21,5 Millionen Tonnen geschätzt. Wird diese Prognose erreicht, kommt ebensoviel Raps von den Feldern wie bei der bisherigen Rekordernte aus dem Jahr 2009.
 
Mit ihrer Schätzung lag die Kommission noch nicht einmal an der Spitze der Prognosen. Verschiedene europäische und internationale Analysten hatten die europäischen Rapserträge noch größer eingeschätzt.

Kassamarkt: Preis fällt seit April stetig

Seit April geht es mit den Kassamarktpreisen von Raps bergab. © oz/Marktkompass
Seit Ende April geht der Preis am Kassamarkt im bundesweiten Schnitt stetig bergab. Während der Rapspreis in der letzten Aprilwoche noch bei 397,87 Euro je Tonne (Euro/t) lag, ist man jetzt bei 308,90 Euro je Tonne angelangt. 

Matif: Raps fällt auf Vierjahrestief

Nach dem turbulenten Wochenauftakt notiert der auslaufende Fronttermin Raps (August) an der Matif heute um 12.35 Uhr auf dem gleichen Stand wie dem gestrigen Schussstand: 314,17 Euro je Tonne.

Die Woche war an der Pariser Matif aufsehenerregend gestartet: Der Raps verzeichnete am Montag mit einem Schlussstand von 309,00 Euro je Tonne (August) eine neues Vierjahrestief. Zeitweise lag der Preis für den Fronttermin sogar unter der Marke von 300 Euro/t.
 
Blickt man an der Matif auf die späteren Termine, sieht die Lage etwas freundlicher aus. Der Novemberraps notiert heute (12.35 Uhr) bei 322,75 Euro je Tonne, der Termin für Februar 2015 bei 325,00 Euro/t. Bei beiden ist das im Vergleich zum Vortag ein kleines Plus.
 

Oil World schätzt für Deutschland Erträge von 4,2 Tonnen je Hektar

Eine brandneue Prognose des Branchendienstes Oil World schätzt die europäische Rapsernte jetzt auf 22,7 Millionen Tonnen. Im Juni war Oil World noch von 300.000 Tonnen weniger ausgegangen. Hintergrund sind höhere angenommene Hektarerträge. Für Deutschland rechnet der Branchendienst mit einem Ertrag von 4,2 Tonnen je Hektar.

Weltweit betrachtet geht Oil World jetzt im Juli allerdings von einer kleineren Ernte aus als noch im Vormonat.
Die ausführliche Ernteprognose von Oil World finden Sie hier im Marktkompass ...

Ernte/Bayern: Von Minderertrag bis Spitzenergebnis

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