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Stängelschädlinge

Über 10 Grad: Die Rapsschädlinge wachen auf!

Gelbschale in Raps
am Freitag, 26.02.2021 - 08:36 (Jetzt kommentieren)

Bei den anhaltenden milden Frühlingstemperaturen fliegen die ersten Rapsschädlinge ein. Zwei Käfer sollten Sie jetzt besonders im Blick behalten.

Bei den ungewöhnlich warmen Temperaturen in der letzten Woche, ist es nun höchste Zeit, um die Gelbschalen im Raps aufzustellen. Mit ihnen lässt sich der Zuflug von Stängelschädlingen gut im Blick behalten. Die Insekten werden ab Temperaturen um die 10 °C aktiv.

Das kräftige Gelb der Schalen zieht die Rapsschädlinge an. Behälter, die bereits eine Saison dem UV-Licht ausgesetzt waren, sind aber oft schon verblasst und weisen dadurch eine deutlich geringere "Fängigkeit" auf.

Wichtig: Um Nützlinge wie Hummeln, Bienen und anderen Insekten zu schützen, müssen Sie die Gelbschalen mit einem gelben, engmaschigen Netz abdecken.

Zwei Käfer sollten Sie unterscheiden

Kohltriebrüssler

Zwei Stängelschädlinge treten auf, deren Unterscheidung in der Gelbschale nicht immer ganz einfach ist. Am besten lassen sich die Käfer anhand der Fußfärbung unterscheiden.

Allein anhand der Größe der Tiere kann man sie nicht gut auseinanderhalten, weil es innerhalb einer Population Variationen geben kann.

Ab wann bekämpfen?

Rapsstängelrüssler

Die Bekämpfungsschwelle beim gefleckten Kohltriebrüssler liegt bei 15 Tieren pro Schale innerhalb von 3 Tagen.

Nach dem Zuflug macht der gefleckte Kohltriebrüssler einen Reifungsfraß von 10 bis 14 Tagen, bevor er mit der Eiablage beginnt. Daher müssen Sie nicht unmittelbar nach Überschreiten der Schwelle behandeln.

Im Gegensatz dazu beginnt der große Rapsstängelrüssler bereits nach 2 bis 3 Tagen Reifungsfraß mit der Eiablage. Er muss daher unmittelbar nach Erreichen der Bekämpfungsschwelle bekämpft werden.

Ab nur 5 Tieren pro Schale innerhalb von 3 Tagen sollten Sie etwas gegen den großen Rapsstängelrüssler tun. Dieser Käfer hat ein deutlich höheres Schadpotential.

Keine vorbeugende Behandlung

„Pauschale Insektizidmaßnahmen müssen unterbleiben“, warnen die Berater des Dienstleistungszentrums ländlicher Raum (DLR) in Rheinland-Pfalz. Da die Pyrethroide nicht langanhaltend wirken, sind sie zielgerichtet zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen.

Vorbeugende Maßnahmen bringen keinen Nutzen, sondern schaden lediglich der Umwelt. Zudem steigt das Risiko einer Wirkstoffresistenz.

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