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Ölsaaten

Umfrage: Welchen Ertrag bringt der Raps?

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von , am
25.07.2014

Die Rapsernte ist in einigen Bundesländern in vollem Gange. Andernorts lässt der Regen die Mähdrescher in den Maschinenhallen verharren bzw. unterbricht die Ernte.

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In seiner ersten Ernteschätzung taxierte der Deutsche Raiffeisenverband die Raps- Erntemenge in diesem Jahr bei einer Anbaufläche von 1,45 Mio. ha leicht über Vorjahresniveau in Höhe von gut 5,9 Mio. t.
 
In Niedersachsen starteten die Landwirte nach der Wintergerste Ende vergangener Woche mit dem Drusch der Ölfrucht. Auf einigen Standorten waren die Bestände allerdings  noch recht grün. Auch bereitete die häufig ungleichmäßige Abreife des Rapses den Landwirten laut LWK Niedersachsen immer wieder Schwierigkeiten bei der Ernte. Die guten Bedingungen des frühen und warmen Frühlings hätten allerdings zu einem starken Massezuwuchs zu Lasten des Kornzuwuchses geführt, so dass die Fachberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen insgesamt eine gute Ernte erwarten.
 
Auf den leichteren Böden, auf denen der regelmäßige Niederschlag für eine gute Wasserversorgung der Pflanzen gesorgt hat, rechnen die Fachleute sogar mit sehr guten Erträgen. Beim Raps bedeute dies vier bis fünf Tonnen pro Hektar. Grundsätzlich seien die Rapsbestände in Niedersachsen gut aus dem Winter gekommen und gesund.

Durchschnittliche Erwartungen an den Ertrag

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Rapserträge ersten Schätzungen von mehr als 500 Landwirten zufolge sind die Flächenleistungen eher durchschnittlich. So dürfte die Rapsernte des Jahres 2014 mit derzeit geschätzten 0,97 Mio. t den Spitzenwert des Vorjahres von 1,1 Mio. t nicht ganz erreichen.
Auch in Baden-Württemberg sieht es im Vergleich zum Vorjahr eher durchschnittlich aus. So liegen die Ertragserwartungen beim Winterraps momentan bei 37 dt/ha. Im Vorjahr wurde ein Ertrag von 36,4 dt/ha bei einem Ölgehalt von 42,2 Prozent realisiert. 

Viel Raps auf dem Markt

Verantwortlich für den Preisdruck am Rapsmarkt sind die hohen Ernteerwartungen weltweit. Egal ob man die Meldungen aus der Schwarzmeerregion, aus Nordamerika oder aus dem Rest Europas nimmt, es scheint in allen wichtigen Anbaugebieten keine nennenswerten Ausfälle zu geben.
Anfang der Woche ist Raps an der Pariser Matif auf ein neues Vierjahrestief gefallen. Seit Ende April geht es mit den Rapspreisen sowohl am Kassamarkt als auch an den Terminmärkten teils rapide bergab. Grund dafür ist die große europäische Ernte, die verschiedene Analysten übereinstimmend prognostiziert haben. Beispielsweise hatte die EU-Kommission die Rapsernte Anfang Juli auf 21,5 Millionen Tonnen geschätzt. Wird diese Prognose erreicht, kommt ebensoviel Raps von den Feldern wie bei der bisherigen Rekordernte aus dem Jahr 2009.
 
Wie sieht es in diesem Jahr bei ihnen aus? Welche Rapserträge konnten sie von ihren Feldern erzielen? Nehmen sie an unserer (rechts stehenden) Umfrage teil.

Vegetationsreport: Bodenbearbeitung nach Raps (23. Juli)

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