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Ölsaaten

USDA-Report: Preisrutsch bei Soja und Schrot

von , am
12.02.2013

Bei Sojabohnen hat der neue USDA-Bericht für eine deutliche Korrektur der Preise nach unten gesorgt. Hintergrund sind gute Produktions- und Exportprognosen in Südamerika.

© Beuermann/landpixel
Bereits am Freitag gaben die Sojapreise an der Börse in Chicago um 2,3 Prozent (%) nach und auch zum Beginn der neuen Woche fallen die Kurse für Soja weiter. Dies gilt offenbar in noch stärkerem Ausmaß für Sojaschrot und ist damit für die Tierhalter in Europa und anderswo sicher eine gute Nachricht.
 
Ursache für den regelrechten Ausverkauf beim wichtigsten Eiweißfutter sind die guten Produktions- und Exportprognosen für Südamerika. Diese drängen die Informationen über kräftig schrumpfende US-Bestände in den Hintergrund.

Brasilien bricht alle Rekorde

Grund für das derzeit eindeutig nach unten gerichtete Preis-Szenario sind die sehr guten Produktions- und Exportprognosen für Südamerika. Insbesondere in Brasilen könnte die Ernte mit 83,5 Mio. t um eine Million Tonnen (Mio. t) größer ausfallen als noch im Januar erwartet und sogar 25 % (17 Mio. t) größer als im letzten Jahr. Gleichzeitig wäre dies ein Produktionsrekord und die Brasilianer überholen die USA als größten Sojaproduzenten.
 
Mit einer Exportmenge von 38,4 Mio. t Soja übertrifft Brasilien auch die US-Sojaausfuhr um fast zwei Millionen Tonnen. Der brasilianische Export von Sojaschrot wird auf 14,6 Mio. t veranschlagt. Das ist in etwa die Vorjahresmenge.

Preise rutschen weiter

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die Preise für Soja und Sojaschrot standen an den internationalen Handelsplätzen zum Beginn der zweiten Februarwoche weiter unter Druck. In Chicago gaben die Schrotpreise am Montag Nachmittag nochmals um fast zwei Prozent nach, nachdem sie bereits am Freitag um 3,5 % gefallen waren.
 
Sojabohnen aus Brasilien zur Anlieferung im April kosteten in Rotterdamer Hafen am Montag 586 USD/t (431 Euro) und damit knapp 15 US-Dollar je Tonne (USD/t) weniger als am Freitag. In Hamburg wurde Sojaschrot (44 %) am Montag für 378 Euro/t verladen. Das war gegenüber Freitag ein Abschlag von 17 Euro/t (vier Prozent). Auch die Preise für Rapsschrot gingen mit den Sojapreisen leicht um zwei Euro auf 287 Euro/t nach unten.
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