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Ölsaaten

USDA/Soja: Südamerikanische Ernte im Fokus

von , am
11.03.2013

Die Sojapreise haben nach der Veröffentlichung der USDA-Daten zunächst nachgegeben. Ursache waren die Daten zur Entwicklung der Bestände in den USA.

Die Sojabohne dringt druch Erfolge in der Züchtung weiter nach Norden vor. © Dusan Kostic/fotolia.com
Bis zum Montag hatte der Markt die vom USDA (US-Landwirtschaftsministerium) gemachte Einschätzung zum Sojamarkt jedoch neu eingenordet und die Preise hatten ihre Verluste vom Wochenschluss wieder wettgemacht.

Argentinische Ernte etwas kleiner

Derzeit gewinnt die auf vollen Touren laufende südamerikanische Sojaernte für die Versorgung der globalen Märkte immer mehr an Bedeutung. Hier hatten Analysten im Vorfeld des USDA-Reports eine Korrektur der bislang auf 53 Millionen Tonnen (Mio. t) angesetzten argentinischen Ernte nach unten erwartet. Grund war der Niederschlagsmangel in wichtigen Anbaugebieten. Der von Analysten erwartete Rückgang lag bei etwa zwei Millionen Tonnen.

Trotz Korrektur noch sehr große Ernte

Das USDA veranschlagte die argentinische Sojaernte am Ende auf 51,5 Mio. t und lag damit leicht über den Erwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies immer noch ein Anstieg der Produktion um 11,5 Mio. t (28 Prozent) und die nach 2009 bislang zweitgrößte Ernte überhaupt.
 
Zudem ließ das USDA die erwarte Exportmenge bei Sojabohnen unverändert bei 10,9 Mio. t. Die erwarteten Schrotexporte wurden allerdings um eine Million Tonnen auf 27 Mio. t reduziert.

Brasilien weiter auf Rekordkurs

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Für Brasilien beließ das USDA die erwartet Ernte unverändert zur Februarprognose auf dem bisherigen Rekordstand von 83,5 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr ist es ein Produktionszuwachs von 17 Mio. t (gut 25 Prozent).
 
Die Exportmenge veranschlagte das USDA mit 38,4 Mio. t. ebenfalls auf einen neuen Rekord. Der Schrotexport wird auf 14,7 Mio. t geschätzt. Sowohl bei der Produktion als auch beim Export von Sojabohnen würden Brasilien die USA in diesem Wirtschaftsjahr als Weltmarktführer überholen.
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