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Ölsaaten

Vegetationsreport: Blütenspritzung im Raps steht an

von , am
08.05.2013

Mit Beginn der Blüte stellt sich jedes Jahr die Frage, ob ein Fungizid oder Insektizid während der Blüte sinnvoll ist.


Die Voraussetzungen für den Befall von Sklerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit) sind in vielen Regionen gegeben. In einigen Regionen wurden bereits Ende April gekeimte Sklerotien gefunden. Für die Keimung von den Sklerotien sind Bodenfeuchte und Bodentemperaturen um 13 bis 15 Grad Celsius notwendig. Sie können bis zu zehn Jahre im Boden überleben. 

Auf Apothecien achten

Wenn die Apothecien (Fruchtkörper, trichterförmig erweiterten Spitzen der Sklerotien; siehe Video) zur Blüte erscheinen, dann besteht Infektionsrisiko. Für die Sporulation der Apothecien reicht leichter Regen oder Tau aus. Der optimale Termin für die Blütenspritzung ist, wenn mehr als 50 Prozent der Blüten aufgeblüht sind, aber noch kaum Blütenblätter abgefallen sind. Je später die Behandlung durchgeführt wird, desto stärker sollte die Stoppwirkung (kurativ) des Wirkstoffes sein.

Gegebenfalls Insektizid beimengen

Zum Fungizid kann ein Insektizid gegen die Schotenschädlinge (Kohlschotenrüssler, -mücke) gegeben werden. Von einer Kombination aus mehreren Insektiziden ist abzuraten. Bei einigen Fungizid-Insektizid-Mischungen verändern sich die Bienenschutzauflagen und können unter Umständen erst nach dem Bienenflug gespritzt werden. Die Ausbringung sollte in dichten Beständen mit einer mindestens 250 Liter pro Hektar Spritzbrühe durchgeführt werden. 
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