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Ölsaaten

Vegetationsreport: Durchwuchsraps verhindern, hohe Fallzahlen sichern

von , am
27.07.2011

Ausfallraps kann zu Problemen im Bestand führen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorbeugen. Im Video erklärt Josef Stangl von nu agrar, wie Sie abstürzenden Fallzahlen zuvor kommen.

In traditionellen Rapsanbaugebieten sind bei hohen Rapsanteilen in der Fruchtfolge mehr als zehn Durchwuchspflanzen/m² zu finden. © landpixel
Die Konkurrenz durch Ausfallraps beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit der einzelnen Rapspflanze, erhöht das Krankheitsrisiko und verstärkt die Lagerneigung. Nach der Rapsernte muss deshalb alles daran gesetzt werden, die ausgefallenen Rapssamen möglichst vollständig zum Keimen zu bringen.

Einmal in den Boden eingearbeitet und nicht gekeimt fällt der Rapssamen in Keimruhe, die ihn in den Folgejahren kontinuierlich auflaufen läßt. Ölhaltige Samen haben im Boden eine Überlebensdauer von 20 Jahren und länger.

Gezieltes Keimen

Bei schlechten Druschbedingungen (beispielsweise Kaffhaufen) sollten zuerst nach der Rapsernte mit dem Striegel die Kaffhaufen auseinandergezogen werden. Unmittelbar danach kann der Boden dann flach bearbeitet werden.
 
Bei trockenem Boden sollte unmittelbar nach der Ernte eine möglichst flache Bearbeitung auf maximal 4 cm erfolgen, um das Rapsstroh mit Erde zu vermischen. Wird der Boden tiefer bearbeitet, wird der Ausfallraps vergraben, und ein Großteil der Rapskörner fällt in die Keimruhe.
 
Allerdings ist davon abzuraten, die Rapsstoppeln längere Zeit stehen zu lassen oder nur anzuwalzen, vor allem wenn sie noch grün sind. Die im Boden feststeckenden, langsam absterbenden Rapswurzeln vermehren den Verticillium-Besatz. 

Vegetationsreport: Bestände zum richtigen Zeitpunkt abspritzen

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