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Ölsaaten

Vegetationsreport: Raps ist im Knospenstadium

von , am
02.04.2014

Die Rapsbestände in Deutschland befinden sich überwiegend im Knospenstadium. Bereits Ende März sind vereinzelnd die ersten blühenden Rapspflanzen zu erkennen gewesen.

Dennoch ist nicht mit einer schnellen Blüte zu rechnen, weil die kühlen Temperaturen die Entwicklung verzögern. Bis zum Beginn der Blüte sollten die Knospen regelmäßig auf Rapsglanzkäfer kontrolliert werden und bei mehr als drei Käfern pro Blütenstand (Bekämpfungsschwelle) mit einem Insektizid bekämpft werden. Falls blühende Rapspflanzen oder Unkräuter vorhanden sind, können nur noch Neonicotinoide (Biscaya, Mospilan) und einige Pyrethroide (Resistenzgefahr) verwendet werden. Diese haben im Soloeinsatz keine Bienenauflage (B4) und können tagsüber sowie in Kombination mit ausgewählten Fungiziden eingesetzt werden.
 
Für die Behandlung eignet sich eine Doppelflachstrahldüse, um möglichst viele Knospen aber auch direkt Käfer zu treffen. Zu Beginn der Blüte eignet sich Biscaya, da dieses auch den Kohlschotenrüssler (bzw. die Kohlschotenmücke) bekämpft, der zu diesem Zeitpunkt bereits fliegt und Schaden machen kann.

Lagerrisiko besteht

Das Knospenstadium (EC 51-59) eignet sich für eine Nachkürzung. Diese kann ggf. mit einem Insektizid gegen den Rapsglanzkäfer kombiniert werden. In diesem Jahr besteht Lagerrisiko. Beständen, die derzeit "Gummistiefel-Höhe" haben und als langwüchsige Sorte eingestuft werden, sollten nachgekürzt werden. Dafür eignen sich reine Azolmaßnahmen oder in kräftigen und dichten Beständen (viel Durchwuchs) z.B. Kombinationen aus Azol + Trinexapac-ethyl oder Metconazol + Mepiquatchlorid. 
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