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Ölsaaten

Vegetationsreport: Starker Zuflug von Schädlingen im Raps

von , am
17.04.2013

Seit dem Wochenende sind in ganz Deutschland Rüssler und auch Rapsglanzkäfer in die Rapsbestände eingeflogen. Jetzt heißt es: Gelbschalen im Auge behalten!

Rapsstängelrüssler legt Eier in die Stängel

Am Montag wurden drei bis 500 Rüssler in den Gelbschalen gezählt. Eine rechtzeitige Behandlung ist bei hohem Befall notwendig, weil der Reifefraß des Rapsstängelrüsslers vermutlich abgeschlossen ist. Die Eiablage in den Stängel führt zu gallenartigen Ausbildungen und Aufplatzen des Stängels.
 
Die Bekämpfung des Großen Rapsstängelrüsslers und des Gefleckten Kohltriebrüsslers ist mit Pyrethroiden der Klasse II möglich. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburg scheint jedoch die Wirkung der Pyrethroide der Klasse II gegen den Rapsstängelrüssler nachzulassen, hier ist der Einsatz eines Pyrethroids der Klasse I zu empfehlen.

Rapsglanzkäfer frisst Pollen

Die Rapsglanzkäfer kann man derzeit in der Gelbschale und auch an der Rapsknospe finden. Der Pollen in der Rapsknospe ist seine Nahrungsgrundlage. Anschließend fallen die braun werdenden Knospen ab und führen zu einem geringen Schotenansatz. Sobald sich der Oberboden über zehn Grad Celsius (°C) erwärmt, ist mit dem Käfer zu rechnen. Der Hauptzuflug setzt ab etwa 15 bis 18 °C ein.
 
Für die Bekämpfung der Rapsglanzkäfer stehen verschiedene Insektizide aus unterschiedlichen Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Die Wirkungsdauer von sieben bis zehn Tagen hängt stark vom Wachstum des Rapses und den Temperaturen ab. Für einen guten Bekämpfungserfolg spielt die Benetzung der Pflanze eine große Rolle. Vielerorts kann die Maßnahme mit einer anstehenden Kürzung kombiniert werden.
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