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Ölsaaten

Vegetationsreport: Ungleichmäßige Rapsbestände pflegen

von , am
09.10.2013

Diverse Rapsbestände, die ab Mitte August gesät wurden, sind verzettelt aufgelaufen. Auf einigen Feldern stehen Pflanzen im 6- bis 8-Blattstadium, andere dagegen sind erst im 2- bis 4-Blattstadium.


Das Ausfallgetreide ist beseitigt, dennoch ist keine zügige Entwicklung erkennbar. Ungleichmäßige Rapsbestände sollten mit Bedacht bzw. zweimal leicht gekürzt werden, um die kleinen Pflanzen nicht zu sehr zu stauchen und vor Phoma lingam am Wurzelhals zu schützen. Der Phoma-Befall auf den Blättern der weit entwickelten Pflanzen, in Regionen mit viel Niederschlag und Wind, ist noch kein Grund zur Panik. Problematisch ist der direkte Wurzelhalsbefall an spät aufgelaufenen Rapspflanzen, deren Epidermis noch nicht so gut ausgebildet ist, so dass Infektionen tiefer eindringen können, bzw. das systemische Wachstum von Phoma durch Blattadern und -stiel in den Stängel.

N-Mangel vermeiden

Der schwache Raps darf nicht unter Stickstoffmangel leiden. Eine rechtzeitige Stickstoffgabe fördert das Rapswachstum bzw. die Blattneubildung. Wenn der Raps vor Winter nicht das 8- Blattstadium erreicht, dann sollte der Stickstoff bereits vor oder kurz nach der Saat gestreut werden. Zur Saat spielt die Düngerform eine untergeordnete Rolle. Jedoch sollte im Spätherbst kein nitrathaltiger Stickstoffdünger eingesetzt werden, weil das Auswinterungsrisiko steigt. Besonders bei anhaltender Trockenheit ist eine ausreichende und rechtzeitige Borversorgung wichtig.  Nochmal interessiert am Vegetationsjahr 2013? Dann werfen Sie doch einen Blick auf die bisherigen Folgen des diesjährigen Vegetationsreports.
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