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Ernte

Verluste vermeiden: Der richtige Erntezeitpunkt beim Raps

Ernte von Raps mit Mähdrescher
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
13.07.2017

In den nächsten Tagen startet die Rapsernte. Um den richtigen Zeitpunkt abzupassen, sollten Haupt- und Seitentriebe genau betrachtet werden.

Wie die Rapsexperten von Rapool schreiben, präsentieren sich aktuell insbesondere in Ost- und Mitteldeutschland viele Rapsbestände witterungsbedingt mit geringen Schotenbesatz am Hauptrieb, dafür aber mit mehr und besser entwickelten Schoten an den Seitentrieben.

Durch eine unterschiedliche Blüte lässt sich auch eine spätere, inhomogenere Abreife erwarten. So sollte die Reifebestimmung in diesem Jahr insbesondere an den spätgebildeten Seitentrieben erfolgen.

Reifebestimmung beim Raps: Erfahrungen der vergangenen Jahre

Durchschnittserträge von Raps

Wie unterschiedlich diesbezüglich die Erntejahre sind und wie prekär die Mähdruschentscheidung sein kann, zeigten auch die Rapool-Ernteversuche von 2014 bis 2016 (Abbildung). In zwei von drei Versuchsjahren konnte immer ein Mehrertrag zum zweiten, deutlich überständigen Erntetermin ermittelt werden.

Im dritten Jahr allerdings, war der optimale Erntetermin schon zum ersten, ortsüblichen Erntezeitpunkt erreicht und der verzögerte Drusch zeigte durch starke Wind- und Regenereignisse erhöhte Vorernteverluste, wie die Rapool-Experten schreiben.

Im Schnitt der Jahre blieben nach Angaben der Experten vno Rapool aber die Ausfallverluste auf einem niedrigen Niveau. So stieg z. B. der Vorernteverlust im Erntejahr 2015 von 6 kg/ha zum ersten, ortsüblichen Erntetermin um nochmals 16 kg/ha bis zum zweiten, verzögerten Erntetermin (11 Tage später). Die Vorernteverluste betrugen somit im Schnitt ca. 0,22 dt/ha, der Ertragszuwachs durch die verzögerte Ernte ca. 1,3 dt/ha.

Bessere Strohabreife mit verzögertem Erntetermin

Mit einem verzögerten Erntetermin konnte zudem in allen drei Prüfjahren die bessere Strohabreife für eine leichtere Ernte ausgenutzt werden. Innerhalb des Ernteversuchs 2017 ergab beispielsweise die Auswertung der Rapsstängel einen durchschnittlichen Feuchtegehalt von 50,9 Prozent (%) zum ersten Druschzeitpunkt und einen Feuchtegehalt von 38,4 % zum verzögerten Erntetermin.

Besonders die früheren Hybriden im Sortiment (z. B. Avatar, Hattrick) verloren demzufolge schneller und stärker an Feuchtigkeit als andere. Sorten mit verzögerter Stängelabreife nutzten die Zeit für weitere Umlagerungen von Stängel ins Korn und zeigten in den Versuchen deutliche Ertragszuwächse (z. B. Bender, Penn, Mentor).

Mit Material von Dania Bornhöft & Wolfgang Dähn, Rapool-RING GmbH

Mähdrescher: Dreschkorb, Schüttler, Siebe & Co. für die Ernte fit machen

Dreschkorb eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Dreschkorb eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Dreschkorb eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Drähte am Dreschkorb eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Schuettler eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Einsätze des Nachdreschers eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Nachdrescher eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Siebe eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Elevator eines New Holland CX 8080 Mähdreschers.
Strohhäcksler eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Verteilerbleche des Strohhäckslers eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Sensor in der Strohhaube eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Kornverlustsensor eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
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