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Ölsaaten

Weniger Winterraps ausgesät

von , am
27.09.2013

Isernhagen - Trotz überwiegend guter Aussaatbedingungen haben die Landwirte die Winterrapsfläche zur Ernte 2014 nach einer ersten vorläufigen Schätzung der Rapool-Ring GmbH insgesamt eingeschränkt.

Dem britischen Bauernverband geht die Ausnahmeregelung für den Einsatz von Neonicotinoiden nicht weit genug. © ap/agrarpress
Das Saatzuchtunternehmen geht davon aus, dass die Anbaufläche im Vergleich zur Herbstausaat 2012 um etwa 60.000 Hektar bis 80.000 Hektar oder vier Prozent bis gut fünf Prozent auf 1,38 Millionen Hektar bis 1,40 Millionen Hektar reduziert worden ist.
 
Im Norden hätten die Landwirte die Flächenausweitungen des Vorjahres wieder auf ein normales Maß zurückgenommen; im Süden und Südosten sei der Rapsanbau aufgrund eines höheren Futterbedarfs für die Tierhaltung beziehungsweise Substratbedarfs für Biogasanlagen zugunsten von Mais und anderen Futterpflanzen verringert worden, berichtete die Rapool-Ring GmbH in einer Presseinformation.

Ein hoher Rapsanteil zahlt sich aus

Die Pflanzenzuchtfirma betonte, dass Raps aber aufgrund hoher Deckungsbeiträge und guter Vorfruchtwirkungen für die Marktfruchtbetriebe die wichtigste Blattfrucht in der Fruchtfolge bleibe. Das zweijährige Anwendungsverbot der insektiziden Beizung ab Dezember 2013 habe nach eigenen Beobachtungen keinen nennenswerten Einfluss auf die diesjährige Aussaatfläche gehabt, stellte die Rapool-Ring GmbH außerdem fest. Die Landwirte hätten mit einem disziplinierten Bestellverhalten reagiert und seien damit der Empfehlung aus Industrie, Handel und Beratung gefolgt, den Saatgutbedarf zur diesjährigen Aussaat genau zu kalkulieren und Restmengen aufzubrauchen.
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