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Ölsaaten

Winterraps braucht im Frühjahr weniger Stickstoff-Dünger

© landpixel
von , am
23.01.2015

Der Winterraps wächst und wächst und nimmt damit mehr Stickstoff auf als sonst um diese Jahreszeit. Deshalb planen viele Landwirte die Stickstoff-Düngung im Frühjahr zu reduzieren. Was es dabei zu beachten gilt, lesen Sie hier…

Die anhaltend warme Witterung der letzten Wochen ließen den Raps immer weiter wachsen. Häufig wurden bei Wiegungen drei Kilogramm Pflanzen-Frischmasse pro Quadratmeter ermittelt. Dies entspricht einer Stickstoffaufnahme von etwa 135 Kilogramm Stickstoff pro Hektar im Pflanzenbestand. Wurde sehr viel Stickstoff aufgenommen, kann im Frühjahr häufig Dünger eingespart werden. Bis zu 100 Kilogramm Stickstoff pro Hektar weniger könnten im Frühjahr möglich sein, heißt es im Newsletter "effizient düngen".

Landwirte wollen 50 kg/ha weniger streuen

Viele Landwirte planen ihre Stickstoff-Düngung im Frühjahr um etwa 50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar zu reduzieren. Bei einer eigentlich geplanten Stickstoff-Düngungsmenge von 180 Kilogramm Stickstoff pro Hektar müssten dann nur noch 130 Kilogramm gestreut werden. Besonders beim Einsatz von schwefelhaltigen Stickstoffdüngern bedeutet das aber auch eine Reduzierung der Schwefelgabe. Die Befürchtung einer unzureichenden Schwefelversorgung sei jedoch unbegründet, erklärt der Sensorhersteller Yara.
 
"Reduziert sich der Stickstoffbedarf von Winterraps aufgrund hoher Stickstoff-Aufnahmen bis zum Frühjahr, verringert sich damit auch der Schwefelbedarf. Denn dieser aufgenommene Stickstoff ist im Winterraps bereits in pflanzliche Eiweiß-Verbindungen eingebunden. Eine nachträgliche Schwefeldüngung ist dafür nicht notwendig."

Weitere Witterung entscheidend

Die Bemessung der Stickstoff-Düngemenge hängt jetzt vom weiteren Witterungsverlauf ab. Sollten die Bestände bis zum Frühjahr sehr stark zurückfrieren und beispielsweise 60 bis 80 Prozent der Blätter verloren haben, sollte die Mindest-Stickstoff-Menge im Frühjahr etwas höher angesetzt werden. Düngungshöhen im Bereich von 120 Kilogramm Stickstoff pro Hektar können in diesem Fall ausreichend sein. Hier darf die Vitalität der Pflanzen durch den Frost allerdings nicht beeinträchtigt worden sein.

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