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Pflanzenschutz

Winterraps: Das hilft gegen Ausfallgetreide und Unkräuter

Ausfallgetreide im Winterraps
am Montag, 14.09.2020 - 16:00 (Jetzt kommentieren)

Der zuletzt gefallene Regen freut nicht nur den Raps. So bekämpfen Sie Ausfallgetreide und Unkräuter im Herbst.

In vielen Regionen ist der Raps mittlerweile aufgelaufen. Je nachdem, wieviel Niederschlag in den vergangenen Wochen gefallen ist, sehen die Bestände gut aus. Doch auch Ausfallgetreide und Gräser haben von dem Regen profitiert.

Das aufgeschlagene Getreide droht den jungen Raps zu überwuchern, vor allem in den pfluglos bestellten Beständen. Besonders die Gerste kann sich nun zum ernstzunehmenden Konkurrenten entwickeln; auch im Hinblick auf die knappen Wasservorräte im Boden.

Schnelles Handeln gegen Gräser und Ausfallgetreide

Pflanzenbauberater Andreas Loher vom Landratsamt Tübingen empfiehlt, während des Zwei- und Dreiblatt-Stadiums zu spritzen.Selbst wenn noch nicht alles Ausfallgetreide aufgeschlagen ist, ist schnelles Handeln angesagt. Je größer die Getreidepflanzen, desto schwieriger das Bekämpfen. Bei Bedarf lässt sich der zweite Schub Ausfallgetreide später noch ein zweites Mal behandeln.

Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW rät, bei Auftreten von Ausfallgetreide, Trespe oder leicht bekämpfbaren Ackerfuchsschwanz zu dem „Fop“-Mittel Targa Super. Tritt schwer bekämpfbarer Ackerfuchsschwanz auf, sind entweder Focus Ultra + Dash oder Select 240 EC + Radiamix das Mittel der Wahl, da sie hier besser wirken als die sogenannten „Fops“. Select 240 EC sollten Sie nur bis Ende September Einsetzen. Danach ist Focus Ultra besser geeignet.

Unkräuter im Blick behalten

Oft treten neben Ausfallgetreide und Gräsern auch noch Unkräuter auf. Auch sie konkurrieren mit dem Raps um Wasser und Licht. Dann lässt sich das Gräsermittel mit einem Unkrautmittel kombinieren. Dabei ist laut Berater Andreas Lohrer zu beachten, dass das Unrautmittel Belkar nur in einer Kombination mit den Mitteln Gallant Super, Panarex und Focus Ultra einzusetzen ist. Andere Kombinationen können zu Schäden führen, die oft erst im Frühjahr sichtbar werden. Belkar sollten Sie ab dem zweiten Laubblatt der Unkräuter einsetzen.

Insbesondere bei starkem Besatz  von Vogelmiere, Wegrauke, Stiefmütterchen ist einzugreifen, rät die Landwirtschaftskammer NRW. Bei sehr schwachem Besatz von Sommerunkräutern, wie Melde und Gänsefuß sei eine Unkrautbehandlung im Herbst aber nicht nötig. Pflanzen, wie Kamille, Storchenschnabel und Mohn ließen sich auch gut im nächsten Frühjahr behandeln.

Mit Material von Landratsamt Tübingen, LWK NRW
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