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Rapsherbizide

Winterraps: Propyzamid gegen resistenten Ackerfuchsschwanz

Ackerfuchsschwanz im Raps
© agrarfoto
von am
01.11.2017

Bei pflugloser Bodenbearbeitung, Resistenzen und Starkbesatz ist Ackerfuchsschwanz im Spätherbst besonders im Blick zu behalten. Welche Mittel im Raps wirken.

Feuchtkühles Wetter im Spätherbst ist der ideale Zeitpunkt, um im Raps resistenten Ackerfuchsschwanz oder Trespen zu bekämpfen. Das Einsatzrisiko nimmt zum Winter hin zu, daher sollten Zeitfenster im ersten Novemberdrittel genutzt werden, um gezielt zu behandeln.

Auf Standorten mit starkem Ackerfuchsschwanzbesatz, pflugloser Bodenbearbeitung oder bei bekannter Resistenz reicht die Wirkung von Breitbandherbiziden oft nicht aus. Hier empfiehlt es sich, Propyzamid-haltige Produkte fest einzuplanen. Das sind etwa Kerb Flo oder Milestone. Dabei ist auf die Zusammensetzung der Arten im Feld zu achten: Milestone wirkt im Vergleich zu Kerb Flo besser gegen dikotyle Arten wie Kamille, Klatschmohn oder Kornblume.

Gute Wirkung im Spätherbst

Harmut Lindner vom Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim (Baden-Württemberg) stellt fest, dass Behandlungen auch in nassen oder gefrorenen Beständen möglich sind. Die Tagestemperatur nach der Anwendung sollte aber 10 °C nicht wesentlich überschreiten, sonst wird die Kultur in Mitleidenschaft gezogen.

In jedem Fall sind alle Anwendungsauflagen zwingend einzuhalten. Bei oberflächigen Abschwemmungen besteht das Risiko, nebenliegende Getreideflächen zu schädigen. Feldränder dürfen, wie bei allen anderen Behandlungen auch, grundsätzlich nicht behandelt werden.

Windhalm oft mit Breitbandherbiziden ausreichend erfasst

Windhalm wird im Normalfall von den Breitbandherbiziden mit erfasst. Falls diese Nebenwirkung bei pflugloser Bestellung nicht ausreichen sollte, kann die Ausfallgetreidebehandlung etwas verzögert werden, um den aufgelaufenen Windhalm mit zu bekämpfen.

Mit Material von LRA Bad Mergentheim/LfL Bayern

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