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Ölsaaten

Winterrapsanbau wird ausgedehnt

© agrar-press
von , am
14.11.2012

Hannover - Die deutschen Landwirte dehnen den Rapsanbau auf 1,42 Millionen Hektar aus. 31 Prozent der Rapsanbauer haben bereits Vorkontrakte abgeschlosssen. Das teilte die Ufop anlässlich der Eurotier mit.

Auf der Eurotier präsentiert dir Ufop die aktuellen Zahlen einer Umfrage zur Rapsanbaufläche.
Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) gestern mitteilte, führten günstige Witterungsbedingungen und attraktive Rapspreise zu einer Ausweitung des Rapsanbaus zur Ernte 2013 um über neun Prozent. Vor allem im Norden haben die Landwirte die guten Aussaatbedingungen im August und September genutzt und sind zum hohen Anbauumfang früherer Jahre zurückgekehrt. In Schleswig- Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen steigt die Anbaufläche zusammen um über 100.000 Hektar.

Anbaufläche steigt auf 1,42 Millionen Hektar

Auf Grundlage einer aktuellen Befragung von 5.075 Landwirten im September/ Oktober 2012 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2013 auf 1,419 Millionen Hektar. Im Vergleich zur geernteten Fläche 2012 bedeutet dies einen deutlichen Anstieg des Anbaus von Winterraps um bundesweit + 9,1 Prozent (+ 118.344 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2013 steigt um + 4,8 Prozent.

Gute Witterung zur Aussaat 2012

Die günstige Witterung zur Aussaat und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Raps führten nach zwei schwierigen Jahren in vielen Regionen zu einer Ausdehnung der Aussaatfläche. Neben der langfristigen Fruchtfolgeplanung (44 Prozent) wurden als Hauptgründe für die Flächenvergrößerung die schlechte Witterung zur Aussaat 2011 (17 Prozent) und die gute Witterung zur Aussaat 2012 (vier Prozent) genannt. Auch die Marktlage beeinflusst die Rapsanbaufläche positiv. 13 Prozent der Befragten dehnten den Rapsanbau aufgrund Rapspreise weiter aus.

Ufop erwartet hohe Erträge

Dr. Klaus Kliem, Vorsitzender der ufop sieht der Rapsernte 2013 optimistisch entgegen.
Der Vorsitzende der Ufop, Dr. Klaus Kliem, ist optimistisch und hofft auch im nächsten Jahr mit hohen Leistungen beim Raps. "Die auf den Feldern stehenden Bestände präsentieren sich in guter bis sehr guter Verfassung". In manchen Regionen bereite allerdings der Mäusebefall Sorgen, so Kliem.
Der bereits erfolgte Rapsflächenumbruch liegt mit zwei Prozent der Betriebe und durchschnittlich 13 Hektar deutlich unter dem Niveau des schwierigen Vorjahres.
Wenn eine Verkleinerung der Anbaufläche erfolgte, dann waren die Ursachen meist eine langfristig geplante Änderung (50 Prozent) oder eine kurzfristige Änderung der Fruchtfolge (19 Prozent). Auf Vorjahresniveau bleibt der Rückgang aufgrund eines verstärkten Anbaus anderer Kulturen (neun Prozent), wobei Mais nach wie vor die dann am häufigsten genannte Kulturart ist.

31 Prozent der Ernte schon in Kontrakten gebunden

Bei den zum Zeitpunkt der Befragung attraktiven Rapspreisen planten 31 Prozent der rapsanbauenden Betriebe Vorkontrakte mit Abnehmern abzuschließen, die eine Preisregelung enthalten, bzw. haben diese bereits abgeschlossen. Eine deutliche Zunahme bei Vorkontrakten gab es im Vergleich zum Vorjahr im Nordosten. In Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben zur Ernte 2013 über 40 Prozent der Betriebe Vorkontrakte mit Preisregelung abgeschlossen oder planen diese abzuschließen.  Die durchschnittlich kontrahierte Rapsmenge liegt mit 174 Tonnen zur Ernte 2013 über dem Niveau des Vorjahres von 149 Tonnen.
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