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Ölsaaten

Wissenschaftler untersuchen Pilzkrankheiten bei Raps

von , am
06.10.2010

Göttingen - Eine sich schnell ausbreitende Pilzerkrankung bei Rapspflanzen erforschen derzeit Göttinger Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Gerhard Braus vom Institut für Mikrobiologie und Genetik.

© OutdoorPhoto/Fotolia

Wie die Universität weiter mitteilte, gedeiht der Pilz mit dem Namen Verticillium longisporum in der lebenden Pflanze und führt zu großen Ertragsausfällen. Ziel des Projektes "BioFung" sei es, das Wachstum des Pilzes in der lebenden Pflanze zu kontrollieren und den Pflanzenschutz zu verbessern.

Die Wissenschaftler wollten zunächst die Genomsequenz des Pilzes entschlüsseln. Außerdem suchten die Forscher nach bestimmten Genen, die die Entwicklung neuartiger Pflanzenschutzmittel ermöglichen könnten, sowie nach Genen, die als Grundlage zur gezielten Züchtung neuer, pilzresistenter Rapssorten geeignet seien. Dabei arbeiteten die Experten eng mit der Norddeutschen Pflanzenzucht (NPZ) zusammen.

Das BioFung-Projekt

Das BioFung-Projekt solle ein möglichst umfassendes Bild von der Interaktion zwischen Raps und Pilz zeichnen. Vor allem wolle man herausfinden, durch welchen Mechanismus der Verticillium longisporum seine Wirtspflanze infiziere - immer auf der Suche nach Ansatzpunkten, um das Wachstum des Pilzes zu kontrollieren und zu unterdrücken, erläuterte Braus.

Gentechnische Methoden

Ein erster Anknüpfungspunkt liege in der Sequenzierung der DNA des Pilzes, die Aufschluss über die "Eltern" des Pilzstammes geben solle. Insgesamt gebe es nämlich drei Verticillium-Arten, die rund 400 Pflanzen befallen könnten. Die Molekularbiologen wollten nun prüfen, welche Bedeutung die Genomveränderung für den Befall der Rapspflanzen haben könnte. (AgE)

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