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Ratgeber: So bekämpfen Sie den Ackerfuchsschwanz

von , am
30.07.2015

Um dem Ackerfuchsschwanz Herr zu werden und auch in der Folgefrucht keine Probleme mit dem Ungras zu bekommen, sollte Folgendes bei der Stoppel- und Bodenbearbeitung beachtet werden:

Beim Ackerfuchsschwanz im Getreidebestand steigt die Resistenzproblematik weiter an. © hapo/landpixel
Der Ackerfuchsschwanz fällt in eine sogenannte "zweite Keimruhe", wenn er bei der Stoppelbearbeitung in den Boden eingemischt wird. Bleibt dies unbeachtet, läuft der eingearbeitete Samen in der folgenden Kultur oder im Folgejahr wieder auf. Um einer Verunkrautung mit Ackerfuchsschwanz entgegen zu wirken, rät die Pflanzenbauberatung ISIP Folgendes:

Schritt 1: Flache Bodenbearbeitung

Stark mit dem Ackerfuchsschwanz besetzte Flächen sollten beim ersten Bearbeitungsgang nur sehr flach (max. 2 bis 3 cm) bearbeitet werden. Am besten geeignet für die erste Bearbeitung der Fläche ist der Strohstriegel. Mit dieser flachen Bearbeitung soll das Anwachsen und der Neuaustrieb der Pflanzen angeregt werden. Auf eine tiefere Bodenbearbeitung sollte zunächst verzichtet werden.

Schritt 2: Nach Auflauf tiefere Bodenbearbeitung

Etwa sechs Wochen später ist es vor allem auf Problemflächen ratsam eine weitere, dann tiefere Bearbeitungsmaßnahme durchzuführen. Das Gros der Ackerfuchsschwanzsamen, die sich im Boden befinden, ist bis dahin mit großer Sicherheit aufgelaufen. Die kleinen, samenlosen Pflanzen können dann ohne weiteres in tiefere Regionen gebracht werden. Die Bekämpfung ist dann am effektivsten, die Wirkungsgrade - ohne zusätzlichen Einsatz von Herbiziden - erfahrungsgemäß sehr gut.
 

Schritt 3: Umgestaltung der Fruchtfolge

Lassen sich die Probleme mit Ackerfuchsschwanz auf diesem Weg nicht lösen, muss eine Umgestaltung der Fruchtfolge erfolgen. In deren Folge muss versucht werden das Ungras auf mechanischem Weg nachhaltig zu erfassen.
 
Achtung: In diesem Zusammenhang weist die Pflanzenbauberatung ISIP darauf hin, dass die These: "Mit Mais bekommt man die Flächen sauber" heute nicht mehr in allen Fällen zutrifft. "Erste Hinweise auf resistenten Ackerfuchsschwanz gegen bekannte Gräsermittel im Mais verdichten sich auch auf baden-württembergischen Flächen. Voraussichtlich wird es künftig auch in dieser Kultur nur sehr eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten bei Ackerfuchsschwanz geben."
 
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