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Rekordbefall droht: Jetzt Schnecken bekämpfen

von , am
24.03.2015

Aufgrund des milden Winters droht möglicherweise ein höherer Schneckenbefall als in den letzten Jahren. Eine effiziente Bekämpfung sollte bereits zeitig im Frühjahr erfolgen.

Zu den Schadsymptomen der Schnecken zählen abgefressene Keimblätter, unregelmäßig durchlöcherte Laubblätter und angefressene Blattränder. © Mühlhausen/landpixel
Aufgrund des milden Winters ergibt sich für den Gemüsebau im Freiland und Gewächshaus eine deutlich stärkere Gefahrensituation durch Schneckenfraß als in den letzten Jahren, berichtet der Pflanzenschutzhersteller DE SANGOSSE GmbH. Es sei ratsam bereits nach frühzeitig, bereits nach der Aussaat Schneckenkorn zu legen. Es dezimiert somit die erste Jahresgeneration der Schnecken und reduziert die Wahrscheinlichkeit einer größeren Plage. Im Frühjahr finden die Schnecken auch noch nicht so viel frisches Grün, sodass sie sich über die ausgelegten Köder hermachen.

Erfolgsfaktoren für Schneckenkorn

Der Hersteller empfiehlt den Einsatz der vollen empfohlenen Aufwandmenge eines Metaldehydhaltigen Schneckenkorns. Bei der Wahl der Schneckenkörner ist darauf zu achten, dass die fünf wichtigsten Kriterien erfüllt sind:
  • Attraktivität (Lockwirkung)
  • Schmackhaftigkeit (letale Aufnahmerate)
  • Witterungsbeständigkeit für eine lange Wirkungsdauer
  • große Streubreite und Verteilgenauigkeit
  • Schonung von Nützlingen

Schnecken-Wetter im Anmarsch

Schnecken haben bei feuchtem Wetter oder länger andauernden Regenperioden optimale Lebensbedingungen und können sich bei Temperaturen von 2°C bis 17°C gut entwickeln. Und das Wetter kommt den Tierchen ab Mitte der Woche entgegen.  Ein Regenband erreicht Mittwochfrüh den äußersten Westen und verlagert sich zunächst nur langsam ostwärts.
 
Im Laufe des Donnerstages kommt es dann auch zunehmend in den südlichen und östlichen Landesteilen zu zeitweiligem Regen. Nach aktuellem Stand der Prognosen, werden die Regenmengen bis Freitagabend meist zwischen 2 und 8 Litern pro Quadratmeter liegen, ganz im Westen etwa zwischen Eifel und dänischer Grenze sowie am Alpenrand werden insgesamt 10 bis ungefähr 20 Liter erwartet.
 
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