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Rheinland-Pfalz: Erträge variieren regional

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von , am
13.08.2012

In vielen Teilen Rheinland-Pfalz ist die Getreideernte abgeschlossen. Aufgrund der starken Auswinterungsschäden liegen die Getreide- und Rapserträge vielerorts unter Durchschnitt.

© Burkhardt Trautsch/aboutpixel.de
Nach Feststellung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ist in Rheinhessen und überwiegend auch in der Pfalz die Getreideernte abgeschlossen. In manchen Mittelgebirgsregionen warten noch einige Bestände auf das Dreschen, da feuchte Witterung und Zwiewuchs die Ernte verzögert hat. Diese Woche sollte die Ernte laut rheinland-pfälzischem Bauernpräsident Norbert Schindler flächendeckend zum Abschluss kommen. Trotz der regional starken Auswinterungsschäden zieht Schindler eine positive Bilanz: "Wir sind, bedingt durch die hohen Preise, zufrieden."
 
Die Erträge variieren jedoch regional. Der Februarfrost wirkte sich vor allem bei der Wintergersteertragsmindernd aus. Dort wo der Frost Lücken im Ährenbestand hinterlassen hatte, machte sich im Jahresverlauf Unkraut breit. Schließlich wurde die Ernte durch häufige Regenfälle erschwert und durch erforderliche Trocknung verteuert, so die LKW Rheinland-Pfalz.

Gute Qualitäten zu verzeichnen

Im Süden freuen sich die Landwirte über Getreideerträge, die auf guten Böden sogar fünf bis zehn Prozent über dem fünfjährigen Durchschnittswert liegen. Insgesamt liegt die Summe der Erträge aber im durchschnittlichen Bereich oder knapp darunter. Vom Rhein beginnend bis nach Saarbrücken nehme der Ertrag ab, stellte Schindler fest. Abgesehen von teilweise schwächeren Eiweißwerten bei Weizen seien die Qualitäten durchweg gut. Auch beim Roggen verzeichne man gute Qualitäten. Besonders gut ist die Erntebilanz bei Sommerbraugerste mit leicht überdurchschnittlichen Mengen und sehr guter Qualität und Eiweißwerten unter 11,5 Prozent.

Minderertrag beim Raps

Aufgrund von den Frostschäden im Frühjahr variieren auch die Rapserträge regional stark und bewegen sich laut Angaben zwischen 2,5 Tonnen pro Hektar bis 5 Tonnen pro Hektar. Trotz guter Ölgehalte trüben bis zu zehn Prozent Minderertrag die Erntebilanz.
Für Mais und Zuckerrüben sieht Schindler sehr gute Ertragsperspektiven aufgrund der guten Wasserversorgung und dem warmen Wetter.
 

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