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Rotkleegras: Anbautipps für hohe Erträge

von , am
05.06.2015

Gerade beim Greening ist der Anbau von Rotklee sehr interessant. Landwirte können die proteinreiche Pflanze von März bis August anbauen. Was bei der Bestellung zu beachten ist, lesen Sie hier.

Das Rotkleegras kann über eine lange Zeitspanne von Mitte März bis Anfang August angebaut werden. © Mühlhausen/landpixel
Durch den Anbau von Rotklee können Landwirte mehr Protein produzieren. Zudem ist der Anbau von Rotklee greeningfähig. Die Bestellung von Klee- oder Leguminosengras kann in Futterbaubetrieben zu den Anbaudiversifizierungsmaßnahmen gehören.Werden Leguminosen in Reinsaat gedrillt, können sie den ökologischen Vorrangflächen mit dem Faktor 0,3 angerechnet werden.

Welche Anforderungen das Rotkleegras bei dem Anbau hat, und was dabei zu beachten ist, lesen sie im Folgenden.

Anforderungen an Klima und Boden

Rotklee braucht eine ausreichende Wasserversorgung. Der Niederschlagsbedarf liegt bei mindestens 550 bis 600 Millimeter pro Jahr. Rotklee verträgt keine Staunässe. Gute Wachstumsbedingungen sind für den Rotklee bei Temperaturen bis maximal 25 Grad gegeben. Längere Hitzeperioden, geringe Luftfeuchtigkeit und Trockenheit führen zu Wachstumsstörungen
 
An den Standort stellt der Rotklee geringe Ansprüche. Er gedeiht nahezu auf allen Böden außer auf Moor und leichten Sandstandorten. Rotklee gedeiht auf einem gut abgelagerten Boden, der eine ebene und feinkrümelige, lockere Oberschicht von zwei bis drei Zentimeter (cm) aufweist.

Wichtig beim Anbau von Rotklee

Zu beachten sind beim Anbau von Rotklee folgende Punkte:
  • Einbau in die Fruchtfolge,
  •  Saatverfahren
  • Anbauzeitraum
  • Auswahl der Mischung
  • Düngung
Rotklee ist mit sich selbst und den meisten anderen Leguminosen unverträglich. Beim Kleegras sind Anbaupausen von vier Jahren erforderlich. Reinbestände benötigen sogar eine sechsjährige Anbaupause. Tritt in den Beständen Kleekrebs auf, verlängert sich die Wartezeit innerhalb der Fruchtfolge (über sechs Jahre).

Über 5 Monate Saatzeitspanne

Für den Anbau hat das Rotkleegras eine lange Saatzeitspanne von Mitte März bis Anfang August. Eine flache Saat ist wichtig für einen gleichmäßigen Aufgang. Das Walzen nach der Saat fördert die Keimung. Zur Unkrautbekämpfung sind keine geeigneten Herbizide vorhanden. Vor der Saat sollte daher eine intensive Unkrautbekämpfung erfolgen. 
 

Auswahl der Mischung und Sortenempfehlung

Rotklee wird meistens gemeinsam mit Futtergräsern angebaut. Mit dem Mischanbau ist eine gute Balance zwischen Eiweiß- und Zuckergehalt gegeben, was sich auch förderlich auf die Silierung auswirkt. Zudem kann ein besseres und dichteres Narbenbild durch die Gräser bewirkt werden. 
 
Bei der Sortenwahl sollte auf Ertragsmerkmale und ausgewiesene Resistenzen bezüglich Kleekrebs und Stängelbrenner geachtet werden.

Diese Pflegemaßnahmen sind nötig

Bestanddichte: Es empfiehlt sich eine Überprüfung der Bestandesdichte bereits in der Anfangs- beziehungsweise Jugendentwicklung. Möglichkeiten zur Einflussnahme auf den Pflanzenbestand nach der Saat sind mit Einsatz von N-Düngung und Nachsaat von Welschem oder einjährigen Weidelgräsern.
 
Um den Rotklee lange auf einem stabilen Niveau zu halten, sollten Landwirte das beachten:
  • Rotklee darf beim ersten Aufwuchs im Ansaatjahr nicht zur Blüte gelangen, da die Pflanzen dadurch geschwächt werden.
  • Ernte und Düngungsmaßnahmen sollten bei guter Befahrbarkeit der Flächen erfolgen.    
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